Haupt- und Finanzauschuss berät über unseren Bürgerantrag

In der öffentlichen Sitzung des Haupt- und Finanzauschuss wird am 04.09.18 um 17.00 Uhr im Rathaus Finnentrop unter Tagesordnungspunkt 6 über unseren Bürgerantrag über die Erstellung eines Umwelt- und Artenschutzgutachten beraten.

Warum wir diesen Antrag gestellt haben? Zum einen fanden wir es mehr als fragwürdig, dass die Windkraftfirmen ein Gutachten erstellt haben, dass den ggf. weiteren Planungen zugrunde gelegt werden soll. Die Neutralität zweifeln wir an. Insbesondere auch, weil dort falsche oder überholte Angaben zum Vorkommen von Schwarzstorch und Rotmilan gemacht worden. Diese Tiere sind nachweislich hier ansässig, wie wir in zahlreichen Bild- und Filmdateien mit Hilfe vieler persönlich bekannter Beobachter belegen können.

Zusätzlich hat das vorhandene Gutachten, dass für die Gemeinde Finnentrop erstellt wurde, ein bischen einen Beigeschmack bekommen, da es von der Firma ECODA erstellt wurde, bei denen ein Mitarbeiter erst vor kurzem als „Baum-Klopfer“ in den Medien zu zweifelhaftem Ruhm gelangt ist.

Hier der Link zu unserem Antrag in ganzer Länge

Hier der Link zum Sitzungsdienst der Gemeinde Finnentrop zum 04.09.18

 

Hier berichtet LokalPlus

Hier der Bericht in der WP/WR

Nächste Ratsitzung am 18.09.18

Am Dienstag, 18.09.18 um 17.00 Uhr findet gemäß Sitzungskalender der Gemeinde Finnentrop die nächste Ratsitzung statt.

Bereits am Donnerstag, 06.09.18 um 17.00 Uhr berät sich der Umwelt- Bau- und Planungsausschuss.

Beide Termine sollten schon heute im Kalender vorgemerkt werden.

Welche Themen auf der Tagesordnung stehen ist derzeit noch nicht öffentlich.

Banner gegen Windkraft in Weuspert / Faulebutter – Lokalplus

Link zum Originaltext mit Fotos auf Lokalplus

 

Von Barbara Sander-Graetz, Redaktion

Weuspert/Faulebutter. Wie sieht es in Faulebutter aus, wenn die bis zu 240 Meter großen Windkraftanlagen gebaut werden? Mit einem Banner hat die Dorfgemeinschaft Weuspert/Faulebutter das Szenario dargestellt und zeigt damit: Wir sind geschlossen gegen Windkraft in diesem Bereich.
„Wir wollen die Zerstörung der Landschaft verhindern“, bringt es Josef Vetter aus Weuspert auf den Punkt. „Hinzu kommen der Artenschutz und die Ineffizienz der Windenergie, die sich nicht speichern lässt.“ Auf dem Banner sind zwar einige Windanlagen mehr zu sehen als geplant, „aber das ändert nichts an der Tatsache, dass wir geschlossen gegen die Ansiedlung der Windkraftanlagen in diesem Bereich sind, egal ob eine, sechs oder zehn Anlagen.“

Die Bewohner aus Weuspert und Faulebutter arbeiten mit der Bürgerinitiative „Gegenwind Frettertal“ zusammen. „Doch hier im Dorf sind nahezu 100 Prozent gegen die Windkraft, und hier gibt es auch im Gegensatz zu Serkenrode keine Landbesitzer, die ihre Flächen gewinnbringend verpachten wollen.“ Er als Förster wisse von Waldbesitzern, die die Möglichkeit gehabt hätten, dieses aber abgelehnt haben. „Profit ist nicht alles.“

Daher habe sich die Dorfgemeinschaft entschlossen, gemeinsam ein Banner zu erstellen, zu erwerben und aufzustellen. „So kann man visualisieren, wie unsere Landschaft mit den Windkraftanlagen aussehen würde.“ Solche Banner sind auch für Fretter und Serkenrode geplant, weiß Vetter.

Gleichzeitig hat es eine Unterschriftenliste gegeben mit zahlreichen Unterschriften der Betroffenen, die sich gegen die Windkraftanlagen aussprechen. Besonders betroffen ist Josef Rademacher vom gleichnamigen Landgasthof in Faulebutter. „Zu ihm kommen gerade die Gäste, um die schöne Aussicht zu genießen“, weiß Vetter. „Wer will da schon auf 240 Meter große Windkraftanlagen schauen? Wobei die Gäste die Aussicht ja nur kurz ertragen müssten. Wir als Betroffene hätten die sechs geplanten Anlagen 365 Tage im Jahr mit all ihren Folgen und Auswirkungen zu ertragen. Wir hoffen, dass die Politik noch zur Vernunft kommt und das Drama verhindert.“

Am Sonntag, 12. August, um 11 Uhr findet in Weuspert eine Eucharistiefeier im Freien unter dem Motto „Bewahrung der Schöpfung“ statt. Es geht dabei um die Natur und den Umweltschutz. „In einer Gesellschaft, die auf materiellen Gewinn ausgerichtet ist, gehen die Beziehung zur Natur und zum Schöpfer des Lebens verloren“, so die Initiatoren. „Vermeintlich gute Lösungen zur Energiegewinnung führen in neue Probleme.“

Ort: Weuspert zwischen Obersalwey und Schönholthausen gelegen. Von der Kapelle aus dem Fußweg in südliche Richtung bis zum Kreuz auf der Höhe folgen, dann links abbiegen und weitere 200 Meter bis zur Bergwiese gehen. Der offene Platz bietet eine schöne Aussicht auf Täler und Höhen bis hin zum Rothaargebirge.

Die Eucharistiefeier wird schlicht sein. Die Wiese hat keine schattenspendenden Bäume und es gibt weder Bänke oder andere Sitzgelegenheiten. Für Proviant und Getränke muss jeder selbst sorgen. Autos bitte nur jeweils auf einer Straßenseite (in Weuspert oder Faulebutter) parken.

Es laden herzlich ein: Pater Joachim Wrede, Kapuziner, Finnentrop-Schliprüthen, der Verein NAFINN e.V. und engagierte Bürger und Christen der Region.