Über 1500 Unterschriften

Mitteilung der IG Gegenwind Frettertal an die Presse mit der Bitte um Veröffentlichung

Folgender Text wurde von uns an die Presseorgane mit der Bitte um Veröffentlichung übersendet.

Über 1.500 Unterschriften gegen Windkraft im Frettertal

Die IG Gegenwind Frettertal hat kürzlich eine Unterschriftenaktion zum Thema „Errichtung von 240 m hohen Windkraftanlagen im Frettertal“ durchgeführt, um die Stimmung unter den Einwohnern im Frettertal und deren Einstellung zu diesem Thema zu erfahren. Die große Zahl von Ablehnungen hat die Erwartungen übertroffen.

Insgesamt haben über 1.500 Bürger (ab 16 Jahren) gegen Windkraft im Frettertal unterschrieben. In Serkenrode, der am stärksten betroffene Ort, waren es über 50%. Im Siedlungsbereich von Weuspert, Faulebutter und Umgebung liegt die Quote bei nahezu 100%.

Das spiegelt aber nicht einmal die tatsächliche Zahl der besorgten Bürger wider. Denn so manche angesprochenen Bürger scheuten sich, ihre ablehnende Haltung durch eine Unterschrift zum Ausdruck zu bringen.

In verschiedenen Gesprächen konnten die Mitglieder der Interessengemeinschaft erfahren, dass der Klimawandel und der Schutz unserer Umwelt die Menschen tief bewegt, sie aber von den geplanten Maßnahmen, riesige Windräder in Waldgebiete zu bauen, keine Lösung erwarten, sondern zusätzliche Zerstörung.

Sehr erfreulich ist, dass die IG auch Unterstützung von einigen Kommunalpolitikern Finnentrops erhält. So hat Daniel Gerk (stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion Finnentrop) zugesichert, das Anliegen dem gesamten Gemeinderat vorzutragen. Daniel Gerk ist nicht nur Ratsmitglied sondern auch Kreistagsmitglied für den Wahlbezirk des Frettertals und in dieser Funktion u.a. Mitglied im für dieses Thema zuständigen Umwelt- und Strukturausschuss: Die mit über 1.500 Unterschriften dokumentierten Sorgen der Bürgerinnen und Bürger sowie deren repräsentative Quoten in den einzelnen betroffenen Ortschaften müsse man sehr ernst nehmen. Die folgenden Entscheidungen seien für jeden Kommunalpolitiker in diesen Tagen mit schwerwiegenden Eingriffen in unsere Natur und sehr langfristigen Folgen behaftet. Mit diesen Entscheidungen müsse man sehr gewissenhaft und verantwortungsvoll umgehen. Enthaltungen seien hier aus seiner Sicht keinesfalls angezeigt, auch wenn man die Schuld für fehlende Klarheit und zweifelsfreie gesetzliche Vorgaben gerne den höheren politischen Gremien auf Landes- und Bundesebene gebe. Um Veränderungen, Umdenken und die fehlende gesetzliche Klarheit herbeiführen zu können, sind seiner Ansicht nach aber weiterhin massive Signale der Basis und eine Bottom-up-Politik notwendig.

Was diese Bürger bewegt und ihnen Sorgen bereitet:

Wenn diese Großanlagen in zusammenhängenden Waldgebieten und in größerer Anzahl dicht um die Besiedlungen herum gebaut werden, machen sie aus einem in Jahrhunderten gewachsenen Naturgebiet ein Industriegebiet, allerdings ohne die Vorteile einer urbanen Infrastruktur. 

Die ländliche Bevölkerung bekommt den Eindruck, für die vermeintliche Erreichung der Klimaziele den Preis zahlen zu müssen, ohne dass der Zerstörung von intakter Landschaft, Natur und Lebensqualität ein effektiver Klimagewinn gegenübersteht. Der Netzausbau hält mit dem Ausbau von Windkraftanlagen nicht Schritt, die natürliche CO2 Speicherfähigkeit von Waldgebieten wird geschmälert.

Die Hoffnung vieler betroffener Menschen richtet sich auf die „große“ Politik, da sie sich von der „kleinen“ kommunalen im Stich gelassen fühlen. Nicht nur in der Landespolitik NRW sondern auch auf Bundesebene beschäftigen sich Gremien und Arbeitskreise mit der klaren Abstandsregelung zu Wohngebieten und einer Veränderung des Baurechts (Abschaffung der Privilegierung zur Errichtung von Windkraftanlagen). Finanzielle Anreize beeinflussen aber nach wie vor die Entscheidungsfindung. Und manche Entscheidungsträger fühlen sich mit dem vermeintlichen Beitrag zum Klimaschutz in der moralischen Überlegenheit – auch wenn die Sinnhaftigkeit konkreter Windkraftprojekte in sensiblen Naturgebieten einer nüchternen wissenschaftlichen Prüfung nicht Stand hält.

Das Missverhältnis von Ertrag und Schaden zeigt sich erstens bei der notwendigen Abgabe von übermäßigem Stromertrag durch Windkraft ans Ausland und zweitens durch Zukauf von Strom aus Kohle und Kernkraft im Ausland. Letzteres wird für die Grundversorgung in Zukunft noch zunehmen.

Deshalb betont die IG Gegenwind Frettertal:

Wir alle haben das gemeinsame Ziel, das Klima zu schützen, aber deshalb dürfen nicht undifferenziert Projekte gerechtfertigt werden, die vielen Tieren, der Natur und nachweislich auch der Gesundheit von Menschen schaden.

im Namen von IG Gegenwind Frettertal

Esther Bönninghoff 
Ida Fend-Richter         
Björn Kathol
Alfons Reuter                         
Christiane Richter       
Johannes Richter
Bernd Sasse                          
Bianca Schmidt            
Georg Schmidt
Josef Vetter

Weitere Kontakte/Ansprechpartner/Mitglieder finden Sie unter www.gegenwind.frettertal.com/kontakt/

Symbolische Übergabe der Unterschriften an Daniel Gerk, SPD

Aktion gegen „Errichtung von 240 m hohen Windkraftanlagen im Frettertal“ unterschrieben 

IG Gegenwind Frettertal ist selbst überrascht: 1500 Unterschriften

Copyright: www.sauerlandkurier.de – Hartmut Poggel


Serkenrode. Die IG Gegenwind Frettertal ist selbst überrascht: Mehr als 1500 Personen haben ihre Aktion gegen die „Errichtung von 240 m hohen Windkraftanlagen im Frettertal“ unterschrieben. 

„Wir wollten die Stimmung unter den Einwohnern im Frettertal und deren Einstellung zu diesem Thema erfahren“, so die IG, die sich nicht gegen Klimaschutz generell ausspricht: „Wir alle haben das gemeinsame Ziel, das Klima zu schützen, aber deshalb dürfen nicht undifferenziert Projekte gerechtfertigt werden, die vielen Tieren, der Natur und nachweislich auch der Gesundheit von Menschen schaden.“

In der von Esther Bönninghoff, Ida Fend-Richter, Björn Kathol, Alfons Reuter, Christiane und Johannes Richter, Bernd Sasse, Bianca und Georg Schmidt sowie Josef Vetter unterzeichneten Stellungnahme der IG heißt es: „…Die große Zahl von Ablehnungen hat die Erwartungen übertroffen. Insgesamt haben über 1500 Bürger (ab 16 Jahren) gegen Windkraft im Frettertal unterschrieben. In Serkenrode, der am stärksten betroffene Ort, waren es über 50 Prozent. Im Siedlungsbereich von Weuspert, Faulebutter und Umgebung liegt die Quote bei nahezu 100 Prozent.

Quote in einigen Orten bei fast 100 Prozent

Das spiegelt aber nicht einmal die tatsächliche Zahl der besorgten Bürger wider. Denn so manche angesprochenen Bürger scheuten sich, ihre ablehnende Haltung durch eine Unterschrift zum Ausdruck zu bringen. In verschiedenen Gesprächen konnten die Mitglieder der Interessengemeinschaft erfahren, dass der Klimawandel und der Schutz unserer Umwelt die Menschen tief bewegt, sie aber von den geplanten Maßnahmen, riesige Windräder in Waldgebiete zu bauen, keine Lösung erwarten, sondern zusätzliche Zerstörung.“

Die IG: „Sehr erfreulich ist, dass die IG auch Unterstützung von einigen Kommunalpolitikern Finnentrops erhält. So hat Daniel Gerk (stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion Finnentrop, die Redaktion) zugesichert, das Anliegen dem gesamten Gemeinderat vorzutragen.

Zahl besorgter Bürger ist deutlich größer

Daniel Gerk ist nicht nur Ratsmitglied, sondern auch Kreistagsmitglied für den Wahlbezirk des Frettertals und in dieser Funktion u unter anderem Mitglied im für dieses Thema zuständigen Umwelt- und Strukturausschuss. Sein Statement lautet, ,die mit über 1500 Unterschriften dokumentierten Sorgen der Bürgerinnen und Bürger sowie deren repräsentative Quoten in den einzelnen betroffenen Ortschaften müsse man sehr ernst nehmen. Die folgenden Entscheidungen seien für jeden Kommunalpolitiker in diesen Tagen mit schwerwiegenden Eingriffen in unsere Natur und sehr langfristigen Folgen behaftet. Mit diesen Entscheidungen müsse man sehr gewissenhaft und verantwortungsvoll umgehen‘.

Enthaltungen seien hier aus seiner Sicht keinesfalls angezeigt, auch wenn man die Schuld für fehlende Klarheit und zweifelsfreie gesetzliche Vorgaben gerne den höheren politischen Gremien auf Landes- und Bundesebene gebe. Um Veränderungen, Umdenken und die fehlende gesetzliche Klarheit herbeiführen zu können, sind seiner Ansicht nach aber weiterhin massive Signale der Basis und eine Bottom-up-Politik notwendig.

„Ländlicher Raum zahlt den Preis“

Was diese Bürger bewegt und ihnen Sorgen bereitet: Wenn diese Großanlagen in zusammenhängenden Waldgebieten und in größerer Anzahl dicht um die Besiedlungen herum gebaut werden, machen sie aus einem in Jahrhunderten gewachsenen Naturgebiet ein Industriegebiet, allerdings ohne die Vorteile einer urbanen Infrastruktur. Die ländliche Bevölkerung bekommt den Eindruck, für die vermeintliche Erreichung der Klimaziele den Preis zahlen zu müssen, ohne dass der Zerstörung von intakter Landschaft, Natur und Lebensqualität ein effektiver Klimagewinn gegenübersteht.“

Die Interessengemeinschaft schreibt weiter: „Der Netzausbau hält mit dem Ausbau von Windkraftanlagen nicht Schritt, die natürliche CO2-Speicherfähigkeit von Waldgebieten wird geschmälert. Die Hoffnung vieler betroffener Menschen richtet sich auf die ,große‘ Politik, da sie sich von der ,kleinen‘ kommunalen im Stich gelassen fühlen.

Nicht nur in der NRW-Landespolitik, sondern auch auf Bundesebene beschäftigen sich Gremien und Arbeitskreise mit der klaren Abstandsregelung zu Wohngebieten und einer Veränderung des Baurechts (Abschaffung der Privilegierung zur Errichtung von Windkraftanlagen, die Redaktion). Finanzielle Anreize beeinflussen aber nach wie vor die Entscheidungsfindung. Und manche Entscheidungsträger fühlen sich mit dem vermeintlichen Beitrag zum Klimaschutz in der moralischen Überlegenheit – auch wenn die Sinnhaftigkeit konkreter Windkraftprojekte in sensiblen Naturgebieten einer nüchternen wissenschaftlichen Prüfung nicht Stand hält.

Enttäuscht von Kommunalpolitik

Das Missverhältnis von Ertrag und Schaden zeigt sich erstens bei der notwendigen Abgabe von übermäßigem Stromertrag durch Windkraft ans Ausland und zweitens durch Zukauf von Strom aus Kohle und Kernkraft im Ausland. Letzteres wird für die Grundversorgung in Zukunft noch zunehmen…“.

https://www.sauerlandkurier.de/kreis-olpe/finnentrop/gegenwind-frettertal-selbst-ueberrascht-12226702.html?fbclid=IwAR2lD-M4AzLFwAd0aBDVG14IChMKqMm3eKXhwt-PBOTomwm9b-BxBQ0YbLU

Bürgerversammlung Lenhausen

Etwa 600 Personen fanden am Donnerstag, 11.04.19 den Weg in die Versammlung in die Lenhauser Schützenhalle. Darunter auch eine große Zahl von Frettertaler Bürgern. Hauptthema war der Bauvorantrag der Firma Windwärts aus Hannover beim Kreis Olpe, am Oberbecken des Pumpspeicherwerks Rönkhausen 5 Windkraftanlagen zu errichten.

Darauf muss die Gemeinde jetzt innerhalb von 2 Monaten reagieren. Wird keine Stellungnahme der Gemeinde verfasst, wird das beim Kreis Olpe als Einverständnis gewertet. Für den 07.05.19 ist daher eine zusätzliche Ratsversammlung einberufen, in der darüber abgestimmt werden soll.

Weitere Infos in nachfolgenden Zeitungsartikeln:

Lokalplus

Sauerlandkurier

Westfalenpost

Oder in der Rubrik „Presse Regional“

LINK ZUR PROJEKT WEBSITE VON WINDWÄRTS

Eine weitere Bürgerversammlung ist für Montag, den 06.05.19 in Serkenrode anberaumt.

Es gibt Bewegung …

Copyright: LokalplusNRW vom 10.04.2019

Zwei Informationsveranstaltungen geplant

Windkraftanlagen sorgen für Bewegung in Finnentrop

Von Barbara Sander-Graetz Redaktion

Rönkhausen/Serkenrode. Zwei Betreiber sorgen derzeit für Bewegung in der Diskussion um Windkraftanlagen in der Gemeinde Finnentrop. Die Windwärts Energie GmbH aus Hannover möchte fünf Anlagen in Rönkhausen am Oberbecken errichten. Die Stadtwerke Aachen AG (STAWAG) planen sieben Anlagen bei Serkenrode.

Die Verwaltung hat daher zu zwei Infoveranstaltungen eingeladen.

Bürgermeister Dietmar Heß erklärte in der Ratssitzung am Dienstag, 9. April, dass eine Informationsveranstaltung in Lenhausen am Donnerstag, 11. April, 18.30 Uhr, stattfindet.

Eine weitere ist für den 6. Mai in Serkenrode geplant. „Auch wenn an diesem Tag Kommunionkaffee ist“, so der Bürgermeister, „wollen wir zeitnah Termine ansetzen, um die Bevölkerung zu informieren.“

Zusätzliche Ratssitzung

In Schönholthausen und Ostentrop würde die Verwaltung gerne noch einen Informationsabend anbieten. „Aber da wird es terminlich ziemlich eng“, so Heß, denn für den 7. Mai, 17.30 Uhr, ist eine zusätzliche Ratssitzung angesetzt, die das Thema „Windkraftanlagen“ auf der Tagesordnung hat.

Sieben Anlagen im Frettertal

Die STAWAG plant einen Windpark im Frettertal. „Aktuell haben wir hierzu einen Vorbescheidantrag beim Bundesamt für Flugsicherung gestellt. Parallel stehen noch etliche weitere Schritte in einem möglichen Genehmigungsverfahren an, dessen Ausgang offen ist“, erklärte Pressesprecherin Eva Wußing auf Nachfrage.

Die Planungen sehen sieben Windkraftanlagen mit insgesamt 37,1 Megawatt Leistung sowie einer Höhe von jeweils 240 Metern vor.

Um die Bürger immer auf dem Laufenden zu halten, hat die STAWAG einen eigenen Link auf ihrer Homepage eingerichtet. Unter „Projekt Windpark Frettertal“ ist hier der jeweilige Sachstand abrufbar.

Zurzeit wird die Kompatibilität mit dem Funkfeuer in Plettenberg überprüft.

Keine Vertreter in den Versammlungen

An der Versammlung am 7. Mai in Serkenrode werden laut Eva Wußing keine Vertreter der STAWAG teilnehmen, um vor Ort Fragen zu beantworten. Das gilt auch für die Windwärts Energie GmbH aus Hannover und die Informationsveranstaltung am kommenden Donnerstag in Lenhausen.

Pressesprecherin Silvia Augustin erklärte auf Nachfrage, die Bürgerversammlung werde nicht von Windwärts, sondern von der Gemeinde Finnentrop veranstaltet. Daher sei die Verwaltung bei Fragen zu Organisation und zum Ablauf der Ansprechpartner. „Wir haben der Gemeindeverwaltung unsere Unterstützung angeboten.“

Fünf Anlagen am Oberbecken

Windwärts plant auf einer Fläche westlich bis südwestlich unmittelbar am Oberbecken des Pumpspeicherkraftwerks auf einer ehemaligen Kyrill-Fläche den Bau von fünf Anlagen mit 161 Meter Nabenhöhe, 79 Meter Rotorblattlänge und 240 Meter Gesamthöhe. „Die Abstände zu den Ortsrändern betragen 1.000 bis 1.500 Meter“, so Silvia Agustin. Man habe aus eigener Initiative von vormals acht auf fünf Anlagen reduziert, um „damit einen Beitrag für eine höhere Akzeptanz des Vorhabens zu leisten.“

Insbesondere vormals geplante Standorte in den Randlagen Richtung Rönkhausen und Lenhausen wurden ersatzlos gestrichen.

Der zeitliche Rahmen der Umsetzung hänge jetzt maßgeblich vom Umgang der Gemeinde Finnentrop mit dem Vorbescheidsantrag und dem Flächennutzungsplanverfahren ab, so Agustin. „Wir ziehen derzeit einen zeitlichen Rahmen von ein bis zwei Jahren, bis eine Baugenehmigung erteilt sein könnte, in Erwägung. Für die Realisierung des Windparks ist im Anschluss nochmal rund ein Jahr einzuplanen.“


Was ist eigentlich eine Bürgerinitiative?


Erklärung zum Begriff Bürgerinitiative

Eine Bürgerinitiative (oft auch als Interessengemeinschaft oder Aktionsgemeinschaft bezeichnet) ist eine aus der Bevölkerung heraus gebildete Gemeinschaft, die aufgrund eines konkreten Anlasses in ihrer politischen oder sozialen Umwelt Selbsthilfe organisiert und somit möglicherweise Einfluss auf die öffentliche Meinung, auf staatliche Einrichtungen, Parteien oder andere gesellschaftliche Gruppierungen nimmt.

Viele Bürgerinitiativen beschränken sich auf sachlich eingegrenzte Probleme, weswegen sie auch als so genannte Ein-Punkt-Organisationen bezeichnet werden. In diesem Punkt unterscheiden sie sich also von Parteien, die ein möglichst großes Spektrum an Meinungen einfangen und somit politische Macht erlangen wollen, und Interessenverbänden, die mit Hilfe eines organisierten Unterbaus klar abgegrenzte Interessengruppen vertreten.

Eine Bürgerinitiative ist basisdemokratisch, da sie eine Veränderung von der Basis her, also von der Bevölkerung ausgehend, initiiert. Die zum Erreichen des Ziels erforderlichen Maßnahmen werden koordiniert und organisiert, um Zeit und Aufwand zu sparen und der Meinung bzw. dem Anliegen der Bürgerinitiative mehr Nachdruck zu verleihen. Dazu werden meist Unterschriften gesammelt, Demonstrationen durchgeführt oder Petitionen verfasst.

Der Begriff Bürgerinitiative ist nicht an eine bestimmte Organisationsform gebunden. Die meisten Bürgerinitiativen sind zunächst nur lose Gruppierungen ohne feste Organisationsstrukturen. Erfordert die Durchsetzung des Zieles ein längerfristiges Engagement, bilden sich aber oft Vereine. Insbesondere wenn Bürgerinitiativen langfristige kommunalpolitische Ziele verfolgen, können aus ihnen auch Wählergemeinschaften entstehen.

Eine Studie des deutschen Instituts für Urbanistik aus dem Jahr 1976 zeigte auf, dass sich damals die meisten Bürgerinitiativen für bessere Umweltbedingungen einsetzten (17%), dicht gefolgt von Bürgerinitiativen für Spielplätze und Kindergärten (16%), Aufbegehren gegen Verkehrsplanungen (11,8%) und für ein besseres Bildungswesen (8%).


Inhaltsverzeichnis
1 Gründe für das Entstehen von Bürgerinitiativen
2 Geschichte
3 Zielführende Strategien
4 Weblinks

Gründe für das Entstehen von Bürgerinitiativen
Für das Entstehen von Bürgerinitiativen sind z. B. die Probleme des wirtschaftlichen Wachstums und die damit verbundenen Umweltbelastungen verantwortlich. Dieser Bereich wird von den Interessenverbänden kaum abgedeckt und muss deshalb durch Bürgerinitiativen eingeklagt werden.

Des Weiteren ist ihr Entstehen meist auf ein Versagen von politischen Planern in Parteien und Verwaltungen zurückzuführen. Viele Bürger kritisierten, dass diese Planer lediglich sachliche Korrektheit, nicht aber die Bedürfnisse der Bevölkerung berücksichtigten.

Einen nicht minder wichtigen Anteil an der Entstehung von Bürgerinitiativen hat sicherlich auch die außerparlamentarische Opposition(APO).

Geschichte
Als erste Bürgerinitiative nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1947 zum Schutz der Wälder die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) von rund 500 Personen gegründet. In den 1970er Jahren entwickelte sich die Bürgerinitiativbewegung auch als Alternative zur APO. Während sich die APO als eine allgemeine Bewegung gegen Entwicklung in den Parlamenten, insbesondere dem Bundestag, verstand, versuchten die Bürgerinitiativen meist, lokale Interessen parteiübergreifend geltend zu machen. Viele Bürgerinitiativen schlossen sich in den 1970er Jahren zu Landesverbänden zusammen und bildeten die politische Basis für die Gründung der Grünen bzw. Alternativen Partei.

Zielführende Strategien
Unbestreitbar ist jede Bürgerinitiative eher singulär und kaum auf andere Bewegungen übertragbar. Tatsache ist andererseits, dass aus den Erfolgen, aber auch den Misserfolgen vorher gegangener Bürgerinitiativen gelernt werden kann, was eher nützlich und was eher schädlich ist.
Wer eine Bürgerinitiative ins Leben rufen will, braucht immer einen langen Atem, große Fähigkeit, MitstreiterInnen und finanzielle UnterstützerInnen zu gewinnen und zu inspirieren, den Mut, sich mit einer unbeirrbaren Verwaltung anzulegen und die Häme der Lokalpresse zu ertragen. Auch bei offensichtlich widersinnigen Projekten der Behörden kann nicht davon ausgegangen werden, dass eine dort einmal getroffene Entscheidung, -aufgrund einleuchtender Gegenargumente der Bürgerinitiative-, wieder rückgängig gemacht wird.
Eine nur einer Parteienrichtung nahe stehende Bürgerinitiative ist in aller Regel zum Scheitern verurteilt. Es gilt, angesehene Exponenten aus allen bürgerlichen Lagern in die Bürgerinitiative einzubinden und bis zu einem gewissen Grade Kompromissbereitschaft erkennen zu lassen. Dogmatische Ablehnung der Intention der Verwaltung führt nicht zum Ziel. Es müssen statt dessen Alternativen erkennbar sein, die das ursprüngliche Begehren der Verwaltung in Abrede stellt, gleichzeitig aber positive Veränderungen des Ist-Zustandes vorschlagen. Es muss mit anderen Worten positiv und konstruktiv argumentiert werden, um der Bevölkerung zu signalisieren, dass die Absichten der Verwaltung bereits überholt sind.
Hintergrundgespräche mit einflussreichen Redakteuren von Lokalzeitungen und regelmäßige Pressemitteilungen sowie Leserbriefe unterschiedlicher Prägung an die lokalen Meinungsmacher können Parteienmeinungen unsicher werden lassen. Vor allem anstehende Wahlen können diesen Prozess noch beschleunigen.

Quelle: https://www.juraforum.de/lexikon/buergerinitiative

Zwei Bauanvoranfragen für insg. 12 Windkraftanlagen liegen in Olpe vor

Von diesen Bauvoranfragen haben wir seit einigen Wochen Kenntnis und sind daher nicht wirklich überrascht. Überraschend ist jedoch, dass das Oberbecken wieder in der Planung sein soll.

Gemäß dem Zeitungsbericht in der WP vom 01.04.19 liegen Bauvoranfragen für 5 WKA in Rönkhausen / Oberbecken und für 7 WKA im Bereich Serkenrode vor.

Hier der Bericht von Flemming Krause, WAZ

Herr Flemming Krause schreibt in seinem Artikel, dass Bürgerversammlungen für Donnerstag, 11.04.19 um 18.30 Uhr in der Schützenhalle Lenhausen sowie am Montag, 06.05.19 in der Schützenhalle Serkenrode terminiert sind.
Wobei der 06.05. für Serkenrode ausgesprochen ungünstig gewählt ist, da das der Tag nach der Erstkommunion ist.

Weiterhin wird eine zusätzliche Ratsitzung nach den Osterferien geplant.

Gemäß Artikel Flemming Krause folgendes Zitat

„Wir haben jetzt 2 Monate Zeit, um uns sorgfältig zu beraten und über unsser Einvernehmen zu entscheiden“, sagte Hess auf Nachfrage. Weiter wolle er sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht äußern, zumal zunächst noch die Politik grundlegend informiert werden solle.


Fakten aus dem Artikel von Herrn Flemming Krause:
Windwärts AG plant 5 Anlagen in Rönkhausen am Oberbecken
Gesamthöhe 240 Meter, Nabenhöhe 161 Meter, Rotorenblattlänge 79 Meter.
Zitat “ Wir haben einen Vorbescheidsantrag beim Kreis Olpe gestellt. Gegenstand des Verfahrens ist derzeit im Wesentlichen die Klärung der standortrechtlichen Zulässigkeit mit Blick auf den Flächennutzungsplan der Gemeinde Finnentrop“, erklärte Silvia Augustin, Pressesprecherin der Windwärts Energie GmbH, schriftlich auf Nachfrage dieser Redaktion. Sie ergänzte: „Wir haben die Planung von vormals acht Anlagen aus eigener Initiative auf fünf Standorte reduziert, um damit einen Beitrag für eine höhere Akzeptanz des Vorhabens zu leisten.“ Die Sprecherin teilte zudem mit, dass die zunächst anvisierten Standorte in den Randlagen Richtung Rönkhausen und Lenhausen ersatzlos gestrichen worden seien. Und Augustin versprach: „Die Abstände zu allen Ortslagen betragen 1000 bis 1500 Meter. Die Grenz- und Richtwerte für die Schallimmissionen werden eingehalten.“ „

Die Stawag aus Aachen plant 7 WKAs bei Serkenrode.
Zitat: „Die Stadtwerke Aachen AG plant zudem die Errichtung von sieben Anlagen bei Serkenrode. Wie Pressesprecherin Eva Wußing auf Nachfrage mitteilte, sollen die Windräder 240 Meter hoch sein, der Rotordurchmesser würde pro Rad 158 Meter und die Nabenhöhe 160 Meter betragen. „Wir glauben an diesen Standort, müssen jetzt aber erstmal abwarten, wie es weitergeht“, betonte Wußing.

Quelle: WAZ vom 01.04.19 Flemming Krause

Interessanter Artikel/Kommentar dazu auf finnentrop.net

Ende 2017 wurde in der Ratsitzung beschlossen, dass das Oberbecken aus der Planung herausgenommen werden soll und zuerst die 3 Suchgebiete in Serkenode, Schöndelt und Ostentrop konkretisiert werden.
Hier Links zu den entsprechenden Artikeln:

Westfalenpost vom 07.12.17

Sauerlandkurier vom 08.12.17

Lokalsplus vom 13.12.17