Unterschriftensammlung

Ab Anfang Dezember läuft unsere Unterschriftensammlung „Gegen Windkraftanlagen im Frettertal und im Raum Finnentrop“

Unseren  Papierflyer, den wir an die Haushalte im Frettertal verteilen, können Sie hier Ansehen und/oder Herunterladen

Sie können hier ONLINE  unterschreiben.

Ablauf:

1. Ausfüllen der Formulardaten und Absenden.

2. Umgehend danach im Emailpostfach nach diesem Eintrag suchen


3. Dort steht folgender Text mit einem Link zum Anklicken:

4. Nach dem Klick auf den Link erscheint folgendes Fenster im Browser:

Erst dann wird die Unterschrift der Liste hinzugefügt.

Sollte Punkt 2 nicht erfolgt sein, bitte noch einmal probieren!!

Unterhalb des Formulars sind zwei Kästchen. Im Ersten, mit dem Text: Kopie per E-Mail an mich selbst senden  ist bereits ein Haken gesetzt. Wenn dieser nicht aktiv entfernt wird, erfolgt eine Email mit dem Textinhalt des Formulars für Ihre Unterlagen an Ihre Emailadresse. Wenn Sie das nicht wünschen, entfernen Sie einfach den Haken aus dem Kästchen durch draufklicken.

Unseren  Papierflyer, den wir an die Haushalte im Frettertal verteilen, können Sie hier Ansehen und/oder Herunterladen

Filmtipp: End of Landschaft

 

Quelle des nachfolgenden Textes:
https://eifelon.de/umland/aachen/end-of-landschaft-wie-deutschland-das-gesicht-verliert.html?fbclid=IwAR16fQs3-OQ29ZSoabHgKwxApJgxOR5xsZcey0VKbeNfL_usbrSXusIrrIc

 

End of Landschaft – Wie Deutschland das Gesicht verliert

Umland, Aachen: Seit Beginn der deutschen Energiewende hat es diverse filmische Auseinandersetzungen damit und mit dem Thema Klimaschutz gegeben. Allerdings waren die meisten Kino-Dokumentationen von Anbeginn Produkte, die von beteiligten Branchen finanziell massiv gesponsert wurden. Produktionen zu diesem Thema, die nicht „unterstützt“ wurden, hatten es bislang eher schwer. Mit „End of Landschaft“ liegt nun eine faktenschwere Dokumentation vor, die vollkommen frei und journalistisch produziert wurde.

Seitdem der Dokumentar-Kinofilm „End of Landschaft – Wie Deutschland sein Gesicht verliert“ von Jörg Rehmann Anfang Oktober im Darmstädter Citydome Premiere hatte, sind die Vorstellungen meist ausverkauft. In den Erbacher Lichtspielen war der Publikumsantrag so groß, dass der Film noch zusätzlich kopiert werden musste, um auch im dritten verfügbaren Kinosaal noch kurzfristig und zeitgleich laufen zu können.

„End of Landschaft – Wie Deutschland sein Gesicht verliert“ ist ein 105 Minuten langes Full-HD Roadmovie durch die energiegewendete Republik. Die Recherchen-Reise des Journalisten Rehmann zeigt ein verändertes Deutschland, das durch seine energietechnische Umgestaltung nicht mehr wiederzuerkennen ist.

Die Energiewende ist das größte Infrastrukturprojekt seit Ende des 2.Weltkrieges in Deutschland. Die Kostenhochrechnungen dafür gehen in die Billionen – ohne dass die Bundesregierung je Konzepte einer Finanzierung vorgelegt hätte. Doch trotz der ausufernden Milliardenkosten haben zigtausende Windräder und Solaranlagen bislang lediglich drei Prozent des Primärenergiebedarfs gedeckt. Geht man von der gesicherten Leistung aus, liegt das Ergebnis sogar unter einem Prozent: Eine magere Bilanz.

Die Auseinandersetzungen um zerstörte Landschaften und Windradlärm haben die bislang friedlichen Landregionen in tiefgreifende Zerwürfnisse gestürzt. Auch durch den Naturschutz zieht sich ein schwerer Konflikt. Gründe genug für den Autor, sich dem Thema mit kritischer Distanz zu nähern.

Er selbst lebt im einem Hotspot der Energiewende, im Hunsrück: Von einer Landschaft im herkömmlichen Sinn kann man hier, wie auch an vielen anderen Orten in Deutschland, nicht mehr sprechen. Ein verhängnisvolles Gerichtsurteil sorgte im Jahr 2005 dafür, dass jegliche Planungs- und Steuerungsinstrumente für die Windenergie in der rheinland-pfälzischen Hunsrückregion außer Kraft gesetzt wurden. Das Ergebnis war ein Dammbruch, nachdem praktisch jedes Dorf ohne Rücksicht auf übergeordnete Interessen Windparks in seiner Gemarkung ermöglichen konnte.

Seitdem beobachtet Jörg Rehmann die Energiewende. Im Grunde für „grüne Themen“ immer aufgeschlossen, irritierte ihn von Beginn an die Rücksichtslosigkeit und Kompromisslosigkeit, die den Planungen anhaftete.

In Deutschland wuchsen in den letzten Jahren zehntausende Windmaschinen aus dem Boden. Angetrieben von Gier und Bereicherung weniger, hat sich einstige ländliche Idylle zur Industriezone gewandelt. Das alles, um den menschlichen Einfluss auf das Klima zu begrenzen?

Wie aber geht es den Menschen, die im Schatten dieses ehrgeizigen Großversuchs leben müssen? Im Januar 2017 erfährt Rehmann von angeblich geplanten 400 Windrädern, für die Flächen im Odenwald ausgewiesen werden sollen. Die Bürger vor Ort sind verunsichert, viele ahnen nicht, welche Veränderungen und Konflikte sich durch diese Planung ergeben können. Das führt den Autor dazu, andere Regionen zu bereisen, in denen bereits mehr Erfahrungen bestehen.

In Ostfriesland steht im Schnitt alle 790 Meter ein Windrad neben dem anderen. Hier hat eine latente Enteignungs- und Entsiedelungswelle der Bevölkerung eingesetzt. In Mecklenburg-Vorpommern wurden Milliarden für den „Aufbau Ost“ in eine neue Infrastruktur investiert. Doch mit der Entscheidung, das ganze Bundesland zum „Elektrizitätswerk der Nation“ zu machen, setzt auch dort eine Landflucht ein. Indem die Windräder nun auch den Städten näherrücken, werden Anwohner oft zum zweiten Mal mit zerstörter Landschaft, Lärm und Konflikten konfrontiert. Im rheinland-pfälzischen Moselhunsrück und im Saarland trifft der Autor auf Strukturen, die von Experten als kriminell bezeichnet werden. Dabei müsste ein gutes Ziel sich doch eigentlich guter Methoden bedienen…

Für Rehmann und die im Film befragten Fachleute ist die Notwendigkeit eines wirksamen Klimaschutzes unbestreitbar. Aber die „Handschrift der Energiewende“ ist selbst nach Meinung renommierter Verfassungsjuristen zur „Perversion“ entgleist.

Schließlich sind es im Film ganz einfache Menschen, die glaubwürdig auf den Hyper-Konsum verweisen, den es zurückzuschrauben gilt, wenn man denn ehrlichen Klimaschutz will. Ein Maßhalten mit Ressourcen würde auch manche Naturzerstörung durch Energietechnik ersparen. Jörg Rehmann hat in seinem Kino-Dokumentarfilm „End of Landschaft“ den Menschen vor Ort zugehört, hat Experten und Wissenschaftler befragt und investigative Recherchen betrieben.

Gestalterisch wechseln sich im Film dokumentarische mit kurzen erzählenden, epischen Passagen ab. Nach ruhigen Bilderfolgen nimmt der Film immer wieder Fahrt auf. Die Reise des Autors führt zu einer immer stärkeren thematischen Verdichtung. Gegen Filmschluss bietet eine Zusammenfassung und Auswertung die Möglichkeit, die „Handschrift der Energiewende“ einzuschätzen, da letztlich weder dem dringend nötigen Klimaschutz noch rechtlichen und demokratischen Anforderungen Genüge getan wird.

Das Ergebnis ist ein sensibler Film, jenseits fernsehüblicher Berichterstattung, der dennoch fordert, aufdeckt und aufrüttelt. Ein kritisch-informatives Roadmovie durch Energiewendeland.

 

Trailer:

End of Landschaft – Film

 

Weitere Infos:
„End of Landschaft – Wie Deutschland sein Gesicht verliert“, läuft am Sonntag, dem 2. Dezember, um 17.30 Uhr, im Edenpalast, Aachen, Franzstraße 45 – 47, Ticketpreis: 6,50 bis 7,50 Euro.

Wenn Sie den Film Ihrem Kino empfehlen wollen.
Informationsmaterial und Verleihanfragen: soonmedia@film-rlp.de

 

Bundesverfassungsgericht fällt Urteil zu Gunsten des Rotmilans

Mit dem Beschluss vom 23.10.18 hat das Bundesverfassungsgericht in einem Verfahren gegen Verfassungsbeschwerden von Windkraftbefürwortern zugunsten des Rotmilans und dem Naturschutzgesetz entschieden.

Hier geht es zum Beschluss:

https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2018/10/rs20181023_1bvr252313.html

 

Auszug der Pressemitteilung:

Zur Begrenzung gerichtlicher Kontrolle durch den Erkenntnisstand der Fachwissenschaft

Pressemitteilung Nr. 81/2018 vom 23. November 2018

Beschluss vom 23. Oktober 2018
1 BvR 2523/13, 1 BvR 595/14

Stößt die gerichtliche Kontrolle nach weitestmöglicher Aufklärung an die Grenze des Erkenntnisstandes naturschutzfachlicher Wissenschaft und Praxis, zwingt Art. 19 Abs. 4 Satz 1 GG das Gericht nicht zu weiteren Ermittlungen, sondern erlaubt ihm, seiner Entscheidung insoweit die plausible Einschätzung der Behörde zu der fachlichen Frage zugrunde zu legen. Diese Einschränkung der Kontrolle folgt hier – anders als bei der Konkretisierung unbestimmter Rechtsbegriffe – nicht aus einer der Verwaltung eingeräumten Einschätzungsprärogative und bedarf nicht eigens gesetzlicher Ermächtigung. Auf dieser Grundlage hat der Erste Senat mit heute veröffentlichtem Beschluss zwei Verfassungsbeschwerden von Windkraftunternehmen als unzulässig verworfen. Dabei hat er aber auch klargestellt, dass der Gesetzgeber in grundrechtsrelevanten Bereichen Verwaltung und Gerichten nicht ohne weitere Maßgaben auf Dauer Entscheidungen in einem fachwissenschaftlichen „Erkenntnisvakuum“ übertragen darf. Vielmehr muss er jedenfalls auf längere Sicht für eine zumindest untergesetzliche Maßstabsbildung sorgen.

….

Neue maßstabsgetreue Fotomontagen

Und bitte immer berücksichtigen:
Es heisst nicht: entweder / oder. Wir sollen sowohl / als auch bekommen …

Hier zuerst der Blick von der Schützenhalle Fretter in Richtung Bausenrode.

 

Und hier der Blick von Ostentrop in Richtung Fretter kommend.

 

Foto: Reni Hahn
Fotomontage: Matthias Bertels

 

Fernsehtipp Thema Infraschall, ZDF 04.11.18 – 16.30 – 17.00 Uhr

ZDF, 04.11.2018, 16:30 – 17:00

Infraschall – Unerhörter Lärm

Infraschall ist Schall mit Frequenzen unter 20 Hertz. Er entsteht in der Natur, aber auch durch technische Einrichtungen. Infraschall überwindet viele Kilometer, durchdringt Mauern.

In den vergangenen Jahren haben sich Ärzte und Wissenschaftler vermehrt mit Infraschall technischen Ursprungs – zum Beispiel aus Windenergieanlagen – befasst. Denn mit der Energiewende und dem Ausbau der Windkraft nimmt die Belastung aus diesen Quellen zu.

Menschen, die in der Nähe von Windenergieanlagen leben, klagen häufig über Schlafstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen. Nicht selten als verrückt abgetan, bleibt ihnen meist nichts anderes, als die Gegend zu verlassen. Aus der Medizin und Wissenschaft mehren sich jedoch die Hinweise, dass nicht nur Tiere, sondern auch Menschen in der Lage sind, Infraschall unterhalb der Hörgrenze wahrzunehmen. Es konnte gezeigt werden, dass bestimmte Regionen des Gehirns unter dem Einfluss von Infraschall aktiviert werden, darunter Regionen, die an der Verarbeitung von Stress und Emotionen beteiligt sind. Aktuell untersuchen Wissenschaftler des Universitätsklinikums Eppendorf, wie Infraschall den Schlaf beeinflusst.

Ein Team aus Wissenschaftlern und Ärzten der Universitätsklinik Mainz geht der Frage nach, welchen Effekt Infraschall auf die Leistung des Herzmuskels hat. Die bisherigen Experimente des Mainzer Teams weisen klar darauf hin, dass Infraschall die Leistung des Herzmuskels reduziert. Weltweit durchgeführte Versuche des Militärs, Infraschall als nicht-letale Waffe einzusetzen, sind ein weiteres Indiz dafür, dass dieser tieffrequente Lärm einen negativen Effekt auf Menschen hat.

Das Robert-Koch-Institut hat bereits 2007 auf die mögliche Gefahr durch Infraschall hingewiesen. Ebenso bilanziert die „Machbarkeitsstudie“ von 2014 des Umweltbundesamtes, „dass negative Auswirkungen von Infraschall im Frequenzbereich unter zehn Hertz auch bei Schalldruckpegeln unterhalb der Hörschwelle nicht ausgeschlossen sind“.

Dennoch gibt es bis heute für den Frequenzbereich unter 20 Hertz keine Mess-Norm, die die Schallbelastung durch Windenergieanlagen ungeschminkt darstellen würde. Im Gegenteil: Behördlicherseits wird eine Mess-Norm angewandt, die die Infraschall-Emissionen von Windenergieanlagen zum Teil wegfiltert und durch Mittelungen sogenannte „tonale Spitzen“ weitgehend wegglättet.

Wie die Emissionen von Windenergieanlagen im Infraschallbereich wirklich aussehen und wie weit sie reichen, zeigte die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) bereits im Jahr 2004. Der BGR obliegt von deutscher Seite aus die Aufgabe, die Einhaltung des umfassenden Kernwaffenteststopp-Abkommens (CTBT – Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty) zu kontrollieren. Zu diesem Zweck betreibt die Bundesanstalt mehrere Messstationen, von denen zwei Stationen Infraschall registrieren. Um eine Störung der Messung zu vermeiden, ermittelte die BGR den Abstand, den die Messinstrumente von Windenergieanlagen haben müssen, und folgerte: „In der Regel sollte ein Abstand von etwa 20 Kilometern zwischen Station und Windpark eingehalten werden, um eine ungestörte Registrierung und Detektion transienter akustischer Signale zu gewährleisten.“ Ein Abstand, von dem die Anrainer von Windparks nur träumen dürften.

„planet e.“ begleitet Wissenschaftler, Ärzte, Ingenieure und Betroffene und konfrontiert Skeptiker mit dem Thema „Infraschall“.

Originaltext Link

Weltgesundheitsorganisation empfiehlt erstmals Richtwerte für Windenergieanlagen

Lärm von Windturbinen kann krank machen

So titelt am 10.10.18 Spiegel Online zu der neuesten Veröffentlichung der WHO.

Windenergieanlagen machen Lärm, und der sollte nach einer neuen Richtlinie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durchschnittlich 45 Dezibel tagsüber nicht überschreiten. „Lärm von Windenergieanlagen oberhalb dieses Wertes ist mit schädlichen gesundheitlichen Auswirkungen verbunden“, heißt es in dem Bericht. Für die nächtliche Höchstbelastung spricht die WHO keine Empfehlung aus. Dafür gebe es noch nicht genügend aussagefähige Studien.

Für genehmigungspflichtige Anlagen in allgemeinen Wohngebieten gilt laut deutschem Umweltbundesamt bei der Lärmbelastung zurzeit ein Immissionsrichtwert von 55 Dezibel tagsüber und 40 Dezibel nachts. An diese Vorschrift müssen sich auch Windparks halten. Zum Vergleich: Flüstern hat etwa 30 Dezibel, leise Radiomusik 50, ein Haartrockner 70 und eine Kreissäge 100 Dezibel.

 

 

Hier der Link zu den Noise-Guidelines in deutscher Sprache