Banner gegen Windkraft in Weuspert / Faulebutter – Lokalplus

Link zum Originaltext mit Fotos auf Lokalplus

 

Von Barbara Sander-Graetz, Redaktion

Weuspert/Faulebutter. Wie sieht es in Faulebutter aus, wenn die bis zu 240 Meter großen Windkraftanlagen gebaut werden? Mit einem Banner hat die Dorfgemeinschaft Weuspert/Faulebutter das Szenario dargestellt und zeigt damit: Wir sind geschlossen gegen Windkraft in diesem Bereich.
„Wir wollen die Zerstörung der Landschaft verhindern“, bringt es Josef Vetter aus Weuspert auf den Punkt. „Hinzu kommen der Artenschutz und die Ineffizienz der Windenergie, die sich nicht speichern lässt.“ Auf dem Banner sind zwar einige Windanlagen mehr zu sehen als geplant, „aber das ändert nichts an der Tatsache, dass wir geschlossen gegen die Ansiedlung der Windkraftanlagen in diesem Bereich sind, egal ob eine, sechs oder zehn Anlagen.“

Die Bewohner aus Weuspert und Faulebutter arbeiten mit der Bürgerinitiative „Gegenwind Frettertal“ zusammen. „Doch hier im Dorf sind nahezu 100 Prozent gegen die Windkraft, und hier gibt es auch im Gegensatz zu Serkenrode keine Landbesitzer, die ihre Flächen gewinnbringend verpachten wollen.“ Er als Förster wisse von Waldbesitzern, die die Möglichkeit gehabt hätten, dieses aber abgelehnt haben. „Profit ist nicht alles.“

Daher habe sich die Dorfgemeinschaft entschlossen, gemeinsam ein Banner zu erstellen, zu erwerben und aufzustellen. „So kann man visualisieren, wie unsere Landschaft mit den Windkraftanlagen aussehen würde.“ Solche Banner sind auch für Fretter und Serkenrode geplant, weiß Vetter.

Gleichzeitig hat es eine Unterschriftenliste gegeben mit zahlreichen Unterschriften der Betroffenen, die sich gegen die Windkraftanlagen aussprechen. Besonders betroffen ist Josef Rademacher vom gleichnamigen Landgasthof in Faulebutter. „Zu ihm kommen gerade die Gäste, um die schöne Aussicht zu genießen“, weiß Vetter. „Wer will da schon auf 240 Meter große Windkraftanlagen schauen? Wobei die Gäste die Aussicht ja nur kurz ertragen müssten. Wir als Betroffene hätten die sechs geplanten Anlagen 365 Tage im Jahr mit all ihren Folgen und Auswirkungen zu ertragen. Wir hoffen, dass die Politik noch zur Vernunft kommt und das Drama verhindert.“

Am Sonntag, 12. August, um 11 Uhr findet in Weuspert eine Eucharistiefeier im Freien unter dem Motto „Bewahrung der Schöpfung“ statt. Es geht dabei um die Natur und den Umweltschutz. „In einer Gesellschaft, die auf materiellen Gewinn ausgerichtet ist, gehen die Beziehung zur Natur und zum Schöpfer des Lebens verloren“, so die Initiatoren. „Vermeintlich gute Lösungen zur Energiegewinnung führen in neue Probleme.“

Ort: Weuspert zwischen Obersalwey und Schönholthausen gelegen. Von der Kapelle aus dem Fußweg in südliche Richtung bis zum Kreuz auf der Höhe folgen, dann links abbiegen und weitere 200 Meter bis zur Bergwiese gehen. Der offene Platz bietet eine schöne Aussicht auf Täler und Höhen bis hin zum Rothaargebirge.

Die Eucharistiefeier wird schlicht sein. Die Wiese hat keine schattenspendenden Bäume und es gibt weder Bänke oder andere Sitzgelegenheiten. Für Proviant und Getränke muss jeder selbst sorgen. Autos bitte nur jeweils auf einer Straßenseite (in Weuspert oder Faulebutter) parken.

Es laden herzlich ein: Pater Joachim Wrede, Kapuziner, Finnentrop-Schliprüthen, der Verein NAFINN e.V. und engagierte Bürger und Christen der Region.

Entscheidung bis zum Herbst vertagt

In der Ratsitzung vom 04.07.18 wurde mit nur 1 Gegenstimme und 2 Enthaltungen in einer namentlichen Abstimmung beschlossen, die Entscheidung über den Antrag der „Grundstückseigentümer“ bis zum Herbst zu vertagen.

Nochmal zur Erinnerung: Die „Grundstückseigentümer“ hatten eine Antrag gestellt, das Moratorium (Aussetzung der weiteren Planungen bis längstens Februar 2019) vorzeitig aufzuheben. Und hierüber wird nun im Herbst abgestimmt. (siehe auch „Fakten„)

Da der Herbst 2018 am 23.09. beginnt und bis 20.12. geht, wird wohl die erste Ratsitzung, die in diesen Zeitraum fällt  – vermutlich also im Oktober – die sein, in der ggf. erneut über den Antrag der „Grundstückseigentümer“ abgestimmt werden soll.

 

 

Nachfolgend der Bericht von heute in der Westfälischen Rundschau/Westfalenpost.

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Planungen für Windenergie-Anlagen bleiben ausgesetzt

Flemming Krause,  

Finnentrop.  Der Rat der Gemeinde Finnentrop hat am Mittwoch Abend beschlossen, dass die Wiederaufnahme der Planungen vertagt wird. Und zwar auf den Herbst.

Der eindringliche Appell verfehlte seine Wirkung: Finnentrops Bürgermeister Dietmar Heß warb Mittwoch Abend in der Ratssitzung vehement dafür, die Planungen für die Errichtung von Windenergieanlagen wieder aufzunehmen.

Doch auf Antrag von Ralf Helmig (CDU) entschied das kommunale Gremium bei zwei Enthaltungen und einer Gegenstimme: Die Planungen bleiben vorerst ausgesetzt, über den Antrag wird vermutlich erst im Herbst entschieden.

Bekanntlich hatte der Rat bereits in seiner Februar-Sitzung beschlossen, das Planverfahren zur Ausweisung von Vorrang-Gebieten für Windenergie-Anlagen auszusetzen und die Entwicklung der Landes- und Bundespolitik abzuwarten. Denn aus dem Windenergie-Erlass ging seinerzeit etwa nicht heraus, ob der Bau von Windenergie-Anlagen 1500 Meter entfernt von Wohngebieten klar geregelt sei oder nicht.

Nun liegt seit einigen Tagen der novellierte Erlass vor. Und: „Wir können jetzt vom geltenden Recht ausgehen“, betonte Finnentrops Erster Mann und ergänzte: „Die Sachlage hat sich nun deutlich verändert. Wir haben unseren Partnern gegenüber die Verpflichtung, wieder in die Planungen einzusteigen. Sie dürfen nicht vergessen: Wir befinden uns momentan im luftleeren Raum und eben nicht in einem Verfahren, weil das vom Rat im Februar ausgesetzt wurde.“

Ratsmitglieder kontern Heß

Hinzu komme, so Heß, dass man als Gemeinde natürlich den Prozess aktiv steuern wolle. „Nur das können wir nicht, weil wir derzeit ein Planungsverbot haben. Und wir unterhalten uns hier doch nicht über Genehmigungsverfahren.“

Die Kritiker sahen das allerdings anders. Ihre Argumentation: Aus dem novellierten Erlass gehe eben nicht hervor, ob die Abstandsregelung nun wirklich klar geregelt sei. „Ich sehe keine Rechtsklarheit“, betonte etwa Günter Linn von der UWG. Und Daniel Gerk von der SPD ergänzte: „Es sind noch einige Unklarheiten vorhanden. Deshalb ist es nicht möglich, in die Planungen wieder einzusteigen.“ Und auch Christian Vollmert von den Freien Wählern vermisste die Klarheit bei der Stellungnahme des Städte- und Gemeindebundes. Fazit: Das Thema Windenergie bleibt weiter ungeklärt.

 

 

Und das schreibt LOKALPLUS  zu der Sitzung

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Nächste Runde erst im Herbst

Entscheidung über Windenergie erneut vertagt

Von Barbara Sander-Graetz
Redaktion

Finnentrop. Obwohl es das Thema „Windenergie“ erneut auf die Tagesordnung der Ratssitzung am Mittwoch, 4. Juli, geschafft hatte, kam es nicht zu einer Wiederaufnahme der Planungen. Der Rat beschloss nach einer namentlichen Abstimmung eine Vertagung auf den Herbst.

Grundstückseigentümer hatten einen Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens zur Ausweisung von Vorranggebieten für Windenergieanlagen in der Gemeinde Finnentrop gestellt. In der Sitzung im Februar war beschlossen worden, das Planverfahren auszusetzen, bis neue rechtliche Erkenntnisse  vorliegen würden.

Diese würden, so Heß, mit der Novelle des Windenergie-Erlasses aus dem Mai nun vorliegen. Dieser Ansicht folgten die Ratsmitglieder nicht. Der neue Windenergie-Erlass enthält keinen festgeschriebenen 1500 Meter Abstand zur Wohnbebauung. Der Abstand von 1500 Metern wird nur als Regelbeispiel in den Windenergie-Erlass eingeführt. Die Landesregierung möchte aber einen Mindestabstand auf Ebene der Landesplanung festgelegen. Aus diesem Grund findet sich eine Regelung zum Abstand von 1500 Metern als Grundsatz im aktuellen Entwurf des Landesentwicklungsplans, der aber noch nicht in Kraft getreten ist.

Namentliche Abstimmung für Aussetzung

Schließlich wurde bei namentlicher Abstimmung mit einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen beschlossen, die Planungen bis Herbst auszusetzen. Bürgermeister Dietmar Heß gab anschließend eine persönliche Erklärung ab, da er „den Eindruck habe, dass Bürger denken, der Bürgermeister steht nicht hinter ihnen.“ Er stehe auch der Verwaltung vor, die dafür verantwortlich sei, dass Recht und Gesetz beachtet würden.

Durch die Novelle des Windenergie-Erlasses habe sich nach seiner Ansicht die Rechts- und Sachlage deutlich verändert. Man habe sich sehr viel Mühe gemacht mit der Auswahl der Flächen um die Bürger zu schonen, aber „wir, der Rat, haben auch städtebauliche Verträge geschlossen, die eine Verpflichtung der Gemeinde zur Planung beinhalten.“ Dabei ginge es nur um die Planung, nicht um ein Ergebnis. In dem jetzigen Zustand des Planungsstopps könne man die Bedenken der Bürger nicht berücksichtigen, da man nicht in einem Verfahren sei.

Serkenroder fordern Gutachten durch die Gemeinde

Anschließend wurde bei der Fragestunde für Einwohner mit den rund 100 anwesenden Bürgern über die Erstellung von Gutachten zur Windenergie diskutiert. Der Rat hatte aus Kostengründen beschlossen, diese Gutachten von den Betreibern erstellen zu lassen. Diese würden dann von den jeweiligen Fachbehörden geprüft. Das sehen die Serkenroder anders. Sie fordern ein Gutachten auf Kosten der Gemeinde um die Objektivität zu erhalten. „Das ist doch ganz klar, dass die Gutachten der Betreiber auch für sie sprechen“, so ihre Befürchtungen.

Es ist noch nichts entschieden!

28.05.2018

Wir haben jetzt von mehreren Seiten gehört, dass doch viele Einwohner davon ausgehen, dass es beschlossene Sache wäre, dass die Windkraftanlgen im Frettertal gebaut würden.

DEM IST NICHT SO.

Bisher ist noch nichts entschieden. ALLES ist offen.

Grundsätzlich scheint in den letzte Wochen verstärktes Interesse bei den betroffenen Einwohnern entstanden zu sein, mehr Informationen über den aktuellen Stand zu bekommen.

Auf dieser Internetseite gibt es einiges an Informationen. Allgemeine Infos und speziell natürlich für das Frettertal.

Hier stehen auch Kontaktdaten für all die, die die IG Gegenwind Frettertal in irgendeiner Form unterstützen möchten. Aktiv oder Finanziell.

Jeder, aber wirklich jeder, der ein Interesse daran hat, diese riesigen Windmühlen aus dem Frettertal fernzuhalten, ist herzlich eingeladen, sich gemeinsam mit der IG Gegenwind Frettertal zu engagieren.

Nicht die EINE oder die ANDERE Seite

27.05.2018

Und um das nochmal ganz klar zu machen:

Es wird nicht „die eine oder die andere Seite“ werden.
Es sollen beide Seiten von unserer Tallage mit Windindustrieanlagen zugebaut werden. Wir sollen von diesen 240 m hohen monströsen Windmaschinen umzingelt werden!

Wehrt euch mit uns! Schließt euch uns an!
Es kann doch nicht sein, dass ein ganzes Tal mit seinen Dörfern für den Profit einiger Personen ein komplett neues und ungewolltes Lebensumfeld erhalten soll.

Windkraftfirmen präsentieren ihre Vorhaben.

Auf der Infoveranstaltung von SL Windenergie und Ostwind (Planungen für Windindustrieparks im Bereich „Richtung NATO“, etc) in der Schützenhalle Serkenrode am Donnerstag, 17.05.18 wurden deren Pläne vorgestellt.

Anschließend konnte auf der Internetseite der Firma Stawag, die die Planungen mit dem Bau des Windindustrieparks im Waldgebiet „Richtung Weuspert“ etc. vorantreibt, deren Vorstellungen, wie es mal bei uns aussehen soll, angesehen werden.

Hier der Link zur Stawag Website:

https://www.stawag-energie.de/projekte/projekt-windpark-frettertal/

Und hier der direkte Link zu den Visualisierungen:

https://www.stawag-energie.de/fileadmin/energie/content/Dokumente/WP_Frettertal/20180214_STAWAG_Finnentrop-Frettertal_Visualisierungen.pdf

 

 

Anmerkung:
Bitte nehmt euch mal die Zeit, die Visualisierungen anzusehen und durchaus auch kritisch zu betrachten. Da wird z.B. vom Parkplatz Birkenhahn auf einer Fotomontage durch Laubgehölz im Vordergrund fotografiert, sodass der Blick auf die riesige geplante Anlage dahinter verborgen bleibt. Jeder, der schonmal auf dem Parkplatz Birkenhahn gewesen ist, kann erahnen, wie gewaltig diese Anlage tatsächlich zu sehen ist, wenn man nur ein paar Schritte weiter links stehen würde.

Kabinett verabschiedet Novelle des Windenergie-Erlass

08.05.2018 Kabinett verabschiedet Novelle des Windenergie-Erlass

Minister Pinkwart: Wir stärken die kommunale Planungshoheit und sichern einen angemessenen Anwohner-, Landschafts- und Naturschutz

Die Landesregierung hat die Novelle des Windenergie-Erlasses beschlossen. Zuvor hatte das Wirtschafts- und Energieministerium Fachbehörden, Landesbetriebe und Verbände angehört und ihre umfassenden Stellungnahmen ausgewertet.

……..

Die Landesregierung will mit dem Erlass die Kommunen in ihrer Planungshoheit unterstützen: Er zeigt auf, wie sie der Umzingelung von Siedlungen vorbeugen können. Die Novelle stärkt auch den Landschaftsschutz und belässt den unteren Naturschutzbehörden der Landkreise mehr Spielraum als bisher. Im Hinblick auf einen Abstand von 1.500 Meter zu reinen Wohngebieten wurde ein Fallbeispiel aufgenommen, das zeigt, welche Lärmschutzanforderungen an einen Windpark durchschnittlicher Größe zu stellen sind. Zudem erfolgt der Hinweis auf die geplante Änderung des LEP mit einem Grundsatz für einen planerischen Mindestabstand zu reinen Wohngebieten von 1.500 Meter.

Der „Erlass zur Änderung des Erlasses für die Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen und Hinweise für die Zielsetzung und Anwendung (Windenergie-Erlass)“ wird in Kürze im Ministerialblatt des Landes Nordrhein-Westfalen veröffentlicht und tritt damit in Kraft.

Hier gehts zur vollständigen Pressemitteilung

Windkraft im Wald

Copyrightvermerk: Die Rechte von den verlinkten Texten und Bildern/Medien liegen jeweils beim Herausgeber.

 

11.11.2017 Windkraft entzweit Waldbesitzer – Handelsblatt

Ein Brief offenbart die Zerrissenheit der Windbranche: 23 Waldbesitzer raten in dem Schreiben davon ab, Windräder zu bauen. Den Appell haben auch Prominente Waldbesitzer wie Enoch Freiherr zu Guttenberg unterzeichnet.

Hier ist der Brief vom 06.11.2017 zum Nachlesen verlinkt:

Goldgrube Windkraftanlage?
Eine Schrift zur Aufklärung von Waldbesitzern für Waldbesitzer über wichtige Zusammenhänge der Ökostromförderung, die jeder von uns kennen sollte..

 

03.11.2017 Wald geht vor Windkraft – Saarbrückener Zeitung, neues Landeswaldgesetz für das Saarland

Wald und Windkraftanlagen – passt das zusammen? Nur bedingt. Auch wenn gefühlt Windräder wie Pilze aus dem Boden schießen, so einfach ist das Genehmigungsverfahren dafür nicht. Im Gegenteil. Seit dem 5. Oktober dieses Jahres ist es sogar noch schwieriger geworden, denn zu diesem Datum trat eine Änderung des Landeswaldgesetzes in Kraft, die den Bau neuer Windkraftanlagen künftig erschwert. (betrifft allerdings das SAARLAND!)

08.07.2017 www.gegenwind-suedwestfalen.de – Geopferte Landschaften

 

12.01.2016 Windkraft im Wald, mehr Schaden als Nutzen

Die Windkraft ist ein wichtiger Baustein der Energiewende. Doch ihr Ausbau darf nicht weiter auf Kosten von Natur- und Artenschutz gehen, fordert Daniel Lingenhöhl.

 

Landesforstgesetz NRW

Windenergie im Wald NRW, www.fachagentur-wind.de

Artenschutz: Schwarzstorch, Fledermaus, Rotmilan

 

 

23.02.2018

http://www.azonline.de/NRW/3193915-Prozesse-Gericht-entzieht-Sauerlaender-Windpark-Genehmigung

 

 

Deutsche Wildtierstiftung – Artenschutz und Windenergie

http://www.fauna-flora-habitatrichtlinie.de/

 

Fledermaus / Fledermaustunnel

http://www.fledermausschutz.de/category/windenergie/

 

Schwarzstorch

 

https://www.finnentrop.de/Umwelt-Klimaschutz/Natur-Umwelt/Flora-und-Fauna/V%C3%B6gel/Schwarzstorch

Rotmilan

Rotmilan wichtiger als Windpark – OVG Lüneburg 12 LA 39/17

 

 

Gesundheit: Infraschall durch WEA

 

Studie der Uni-Medizin Mainz

Windräder produzieren Infraschall, den man nicht hört, der aber enorme körperliche Folgen haben kann. Das wurde jetzt in einer noch nicht publizierten Studie der Uni-Medizin Mainz nachgewiesen. 24.04.2018

Hier der Link

 

Problem Infraschall Lärm, der nicht zu hören ist

Reportage auf SWR Fernsehen RP  vom 24.04.2018

Windräder produzieren Infraschall, den man nicht hört, der aber enorme körperliche Folgen haben kann. Das wurde jetzt in einer noch nicht publizierten Studie der Uni-Medizin Mainz nachgewiesen.

Hier der Link zur Reportage

 

 

Gesundheitsgefahren durch Windkraft
(Infraschall, hörbare Schallwellen, Flackerlicht)

Dr. Paul Richter, April 2018

Die Subventionierung von erneuerbaren Energiequellen hat zu einem massiven Ausbau von Windkraftanlagen geführt, der auch vor relativ dichtbesiedelten ländlichen Gegenden nicht Halt macht. Da die Windanlagen, die mittlerweile eine Höhe von über 250 Meter erreichen, nicht nur das Landschaftsbild und die Natur, sondern auch den Lebensraum der Anwohner verändern, sind sie Gegenstand heftiger politischer Diskussionen.

Windkraftanlagen erzeugen wie viele Industrieanlagen und Maschinen Lärm. Die mechanischen Geräusche an der Nabe werden mit 103 bis 107 db (A) gemessen (s. Johannsen 2015). Die Flügel können bei Spitzengeschwindigkeiten 120 db(A) betragen. Neben dem hörbaren Lärm (zwischen 20 Hz und 20000 Hz) wird tieffrequenter Schall (zwischen 20 und 140 Hz) und Infraschall (zwischen 1 bis 20 Hz) erzeugt. Windkraftanlagen erzeugen in erster Linie niedrigfrequenten und Infraschall. Niedrigfrequente Schallwellen und Infraschall haben eine hohe Reichweite (u.a. auch durch Luftturbulenzen bis zu 10 km; s. Kuck 2014; Johannsen 2015) und können bspw. durch druckempfindliche Rezeptoren (Barorezeptoren) aber auch andere Wirkmechanismen den Körper (s. Krahé u.a. 2014; Kuck 2014) in einen anhaltenden Alarmzustand versetzen und, wie in der Tabelle bzw. anderen Überblicksarbeiten (z.B. Punch & James 2016; Palmer 2017) gezeigt, zu zahlreichen Gesundheitsstörungen führen u.a.

  • Kopfschmerzen,
  • Konzentrations- und Gedächtnisstörungen,
  • Schlaflosigkeit,
  • Ohrendruck,
  • Innere Unruhe
  • Reizbarkeit
  • Schwindel
  • Panik, Unsicherheit- und Angstgefühle,
  • Herz-Kreislauf-Probleme wie auch Erhöhung des Blutdrucks,
  • Herabsetzung der Atemfrequenz, Herzrhythmusstörungen
  • psychosomatische und psychiatrische Krankheiten (z.B. Angst, Depression)
Studien bzw. Veröffentlichungen zu Windkraft und Gesundheit. Zusammengestellt von Dr. Paul Richter, April 2018

Beim Blick auf die Tabelle fällt auf, dass die Studien immer wieder von Schlafstörungen berichten. Dieses Ergebnis ist nicht überraschend, da Schlafstörungen eine der ersten Reaktionen auf anhaltenden Stress sind. Ausgehend vom Vulnerabilitäts-Stress Modell (Nuechterlein & Dawson 1979) ist eine Erkrankung nur dann zu erwarten, wenn neben Stress auch eine Krankheitsbereitschaft vorhanden ist. Diese ist bei seltenen Krankheiten auch nur seltener zu beobachten. Anhaltende Schlafstörungen sind jedoch häufig der Ausgangspunkt für weitere chronische Erkrankungen.

Mechanismen, die zu einer Erkrankung führen, sind u.a. die Resonanz auf Organebene, auf zellulärer Ebene, neurologische Auswirkungen und psychische Folgen (s. Krahé u.a. 2014). Nicht jeder Anwohner reagiert auf die Windanlagen mit dem sog. Windturbinen-Syndrom (s. Pieperton 2009). Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens liegt u.a. auch in Abhängigkeit von der Entfernung zur Windenergieanlage zwischen 8 bis 30% der Anwohner (Kuck 2014; Enborn & Enborn 2013).

Natürlich handelt es sich bei den hier tabellierten Studien nur um eine kleine Auswahl. Einen sehr guten Überblick zum Thema Infraschall und Gesundheit findet man bei Krahé u.a. (2014).

Gegen Infraschall helfen keine besonderen Gebäudeschutzmaßnahmen wie z.B. Doppelverglasung und dicke Wände, sondern nur ein ausreichender Abstand von den Anlagen (s. Johannsen, 2015).

Schallwellen tiefer Frequenz (wie z.B. Infraschall) breiten sich über große Entfernungen aus. Deutliche Infraschalleffekte sind bei Entfernungen bis 1500 m, leichtere Effekte noch bis zu einer Entfernung von 10-15 km zu erwarten. Die Frage, welcher Abstand zu Wohnsiedlungen erforderlich ist, um Gesundheitsschäden auszuschließen, bedarf noch weiterer Forschung. Ein wichtiger Einflussfaktor ist nicht zuletzt die Höhe der Anlage. Bei Anlagen von ca. 250 m Höhe ist die Forderungen des Mindestabstandes von 2,5 km eher moderat. In den USA sind Abstände von mindestens 2,5 km, in England und Irland 3 km (s. Johannsen 2015) vorgeschrieben. Die Abstände in Deutschland sind völlig unzureichend (z.T. weniger als 1000 m) und sind u.a. auf völlig veraltete Lärmschutzbestimmungen (s. TA Lärm 1998) zurückzuführen.

Abschließend ein Blick auf die Argumentation der Windkraftbefürworter. Von Windkraftbefürwortern wurde bisher immer wieder behauptet, dass Infraschall, Geräusche unterhalb der Hörschwelle, sich nicht auf die Gesundheit des Menschen auswirken könnten, da sie ja nicht gehört würden. Diese Schallwellen unterhalb der Hörschwelle werden jedoch über Barorezeptoren (druckempfindliche Rezeptoren) vom Organismus wahrgenommen und bewirken bei anhaltender Einwirkung eine anhaltende Alarmreaktion und somit Stress. Außerdem stellte eine neurobiologische Studie der Universität München klar, dass das menschliche Innenohr auch auf sehr niedrigfrequente Schallwellen durch Stimulation der „Hörschnecke“ reagiert (wobei die Zeit der Erholung von dem Signal deutlich länger ist als die Dauer des Signals) (s.u.a. Johannsen 2015).

Von Windkraftbefürwortern wird gesagt, die bestehenden Gesetze würden eingehalten. Wie Kuck (2014) aber auch andere Autoren (z.B. Krahé u.a. 2014) und viele weitere Studien zum Infraschall (s. Tabelle) zeigen, reicht dies nicht, da die Technische Anweisung (TA) Lärm (1998) völlig veraltet ist und bestehende Gesetze die gesundheitlichen Auswirkungen von Infraschall überhaupt nicht oder völlig unzureichend berücksichtigen (s. Krahé u.a. 2014; Kuck 2014; Johannsen 2015). Außerdem entspricht die durchschnittliche Schallberechnung nicht der menschlichen Schallverarbeitung, in der gerade Abweichungen vom Durchschnitt und das bei Windanlagen zu beobachtende An- und Abschwellen des Schalls die Alarmreaktion verstärken. Kuck (2014), Johannsen (2015), Krahé u.a. (2014) stellen fest, dass die aktuellen Lärmvorschriften nicht ausreichen, um die Anwohner vor Lärmbelastung und Infraschall zu schützen.

Windkraftbefürworter behaupten mitunter, dass es sich bei den von Anwohnern berichteten Beschwerden lediglich um eine kommunizierte bzw. eingebildete Krankheit (Nocebo) handele, d.h. dass die Beschwerden erst durch die Berichte von Windkraftgegnern und unbegründeten Ängsten ausgelöst worden seien. Dem widersprechen Beobachtungen bei Tieren in der Nähe von Windkraftanlagen, die eindeutig ausgeprägtes Stressverhalten zeigen (s. Wetzel 2015) sowie Ergebnisse der Grundlagenforschung an Tieren (s. Bermeitinger 2018).

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass Windkraftanlagen neben hörbaren Geräuschen, Flackerlicht etc. auch sog. Infraschall (Schallwellen unterhalb der Hörschwelle) erzeugen, dem man sich im Unterschied zu anderen Stressoren nur durch ausreichenden Abstand entziehen kann. Infraschall sowie andere Stressoren der Windkraft (hörbare Geräusche, Flackerlicht etc.) können zu den obengenannten Erkrankungen führen. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Behandlung von Erkrankungen, die durch Vibration wie bspw. Infraschall ausgelöst werden, bereits von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet wird (s. ICD T75.2).

Bei der Erforschung der Auswirkungen von Windkraft auf die menschliche Gesundheit stehen wir erst am Anfang (s. Krahé u.a. 2014; Kuck 2014). Kuck (2014) und andere Autoren bezeichnen sogar den Ausbau der Windenergieanlagen als einen großen Feldversuch, bei dem die Anwohner als unfreiwillige Testpersonen dienen. Nach dem jetzigen Stand der Forschung ist von Gesundheitsrisiken der Anwohner bei unzureichendem Abstand der Anlagen auszugehen. Mittlerweile erscheinen ständig neue wissenschaftliche Arbeiten u.a. zum Einfluss von Schall (Münzel u.a. 2018) und Infraschall bei Windkraft (Bermeitinger 2018) auf das Herz-Kreislaufsystem. Durch weitere Forschung ist zu klären, ab welchem Abstand zu Wohnsiedlungen eine Gesundheitsgefährdung ausgeschlossen werden kann. Außerdem sind die Langzeitfolgen für die Gesundheit noch völlig unbekannt. Auch wenn man Windkraft im Rahmen eines Energiemix nicht grundsätzlich ausschließen möchte, gebietet es der Respekt vor der Gesundheit der Anwohner Abstandsregeln zu fordern, die der technischen Entwicklung (Großwindräder) und dem Grundrecht der Anwohner auf „körperliche (und seelische) Unversehrtheit“ (Artikel 2 Grundgesetz) Rechnung tragen.

 

Literatur:

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Why Wind Turbine Sounds are Annoying, and Why it Matters von Palmer, 2017

 

 

Schall-Opfer – Windwahn.de

Information auf www.windwahn.com zur Änderung der Schallprognosen:

„Am Dienstag den 12.09.2017 fand die Sitzung des Arbeitskreises zur Änderung/Anpassung der DIN 45680 in Berlin statt,

Auf dieser Sitzung wurde mir von einem Mitglied aus NRW, das auch im Arbeitskreis zur DIN 9613-2 (genehmigungsrelevante Schallausbreitungsberechnung bei WEA-Bauvorhaben)im dortigen Ausschuss mitarbeitet berichtet, dass in der kommenden Woche die DIN 9613-2 nach den, durch die LAI – Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Immissionsschutz – in 1016 schon vorgeschlagenen „Interimsverfahren“ angepassten Werte, rechtlichen Bestand haben bzw. erlangen wird! Aktuell hat die LAI diesem mit nur einer Gegenstimme zugstimmt!

In der Praxis bedeutet dies, dass ab nächster Woche neue genehmigungsrelevante Schallprognosen nach dann gültigem, geändertem bzw. normenseitig angepasstem Berechnungsverfahren 6 bis 9 dB mehr im Schnitt in den Berechnungen der Planer ausweisen werden müssen.

Dieses bedeutet automatisch im Umkehrschluss, dass die Abstände zur Wohnbebauung von WEA und Windindustrieparks zwangsläufig „größer“ werden müssen! „

Diese Passage wurde von www.windwahn.com zur Verfügung gestellt: Hier befindet sich der komplette Artikel: http://www.windwahn.com/2017/09/15/aktuelles-von-der-sitzung-des-din-ausschusses-zur-anpassung-der-din-45680/

 

 

Macht der Infraschall von Windkraftanlagen krank?

Bericht aus Dänemark von www.welt.de aus 2015

 

Studienbeschreibung – Kurze Übersicht
Register-Studie über Schall von Windkraftanlagen und Gesundheit

In den letzten Jahrzehnten ist die Anzahl und Größe von Windenergieanlagen stark gestiegen.

Obwohl Studien gezeigt haben, dass Verkehrslärm das Risiko für schwere Erkrankungen wie z.B. des Herz-Kreislaufsystems und Diabetes erhöht, sind mögliche Auswirkungen auf die Gesundheit durch Windkraftschall nahezu unerforscht.

Das Ziel dieser Studie ist, einzig die Daten des dänischen Registers (Anm. der Red.: Krankendaten der einheitlichen Krankenversicherung in DK) zu nutzen, um folgende Hypothesen zu untersuchen:

  • Die Langzeitexposition an Windkraftlärm ist verbunden mit einem erhöhten Diabetes-Risiko
  • Die Langzeitexposition an Windkraftlärm ist verbunden mit einem erhöhten Verbrauch an Medizin gegen Bluthochdruck
  • Die Langzeitexposition an Windkraftlärm ist verbunden mit einem erhöhten Verbrauch von Anti-Depressiva
  • Die Langzeitexposition an Windkraftlärm ist verbunden mit einem erhöhten Verbrauch von Schlafmitteln
  • Die Exposition an Windkraftlärm während der Schwangerschaft ist verbunden mit perinatalen (Anm. der Red.: während der Geburtsphase) Therapiemaßnahmen, inkl. niedrigem Geburtsgewicht und zu zu klein im Gestationsalter *(Anm.der Red.: Tragzeit)*ein wichtiger Parameter zur Früherkennung von verzögertem Wachstum oder Mangelernährung bei Neugeborenen

Die Studie dauert 36 Monate.

 

 

Stand 2017 der Dänischen Studien auf www.windwahn.de kompletter Artikel

Diese Passage wurde Ihnen von windwahn unter
http://www.windwahn.de/index.php/krankheit-56/laerm/daenische-studie-der-forschungsabteilung-der-gesellschaft-zur-krebsbekaempfung.html
zur Verfügung gestellt.

 

https://www.vernunftkraft-odenwald.de/index.php/gesundheitsgefahren/

 

Schallwirkung von Windrädern auf Menschen

 

 

31.05.2015 – Behörden reden möglichen Schall klein – www.welt.de

 

 

3 km vom Schwarzstorchhorst

Wenn ein Schwarzstorch seinen Horst in den Suchgebieten hat, müsste ein Abstand von 3000 m im Radius für den Bau einer Windkraftanlage eingehalten werden. (siehe www.nabu.de Seite 18)

Somit würde voraussichtlich weder Suchgebiet 3 noch das Suchgebiet 6b eine Erlaubnis für den Bau einer WEA erhalten.

Da der Schwarzstorch sehr empfindlich auf Störungen reagiert, werden die Brutplätze von den Naturschützern geheim gehalten. Aber auf Nachfrage und im eigenen Interesse als Naturschützer sollten diese Personen eventuell ihr Wissen teilen.

 

Der Energieatlas NRW zeigt 2016 ein Schwarzstorch-Vorkommen in den besagten Gebieten!

 

Aktuell aus dem April 2018:
In den vergangenen Nächten sind von mehreren Personen Drohnen über Waldgebieten gesichtet worden. Was diese bezwecken, ist nicht sicher.

Von anderen Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen wurde schon berichtet, das mit Hilfe von Drohnen der Schwarzstorch oder andere dem Ausbau der Windkraftanlagen „im Weg stehende“ geschützte Vogelarten (wie z.B. Roter Milan) am Nestbau oder beim Brüten gestört werden. Sollte das hier auch der Fall sein??? Damit würden sich die Betreiber der Drohne nach §44 BNatschG  strafbar machen.

Natogelände Gemeindegrenze und Naturschutzgebiet (Bericht aus 2012)

https://www.sauerlandkurier.de/kreis-olpe/finnentrop/wird-radarstation-5813807.html

Artikel im Sauerlandkurier vom 06.06.2012

40 Jahre war die Sauerlandkaserne einer der strategisch wichtigen Punkte in Sachen Flugabwehr. Dort war eine Flugabwehrraketeneinheit der Luftwaffe untergebracht. Sie war Teil eines NATO-Verteidigungsgürtels, der von Norwegen bis zur Türkei reichte.

Vor mittlerweile zehn Jahren wurde die Kaserne geschlossen. Das eigentliche Kasernengelände wurde verkauft und von einem privaten Investor im Laufe der vergangenen Jahre zu einem großen holzverarbeitenden Betrieb umfunktioniert.

Die beiden Stellungen allerdings, eine auf Lennestädter und eine auf Finnentroper Gebiet, sind bislang noch keiner neuen Nutzung zugeführt worden. Die Liegenschaften sind nach der Schließung der Kaserne 2002 in den Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in Dortmund übergegangen.

Die ehemalige Radarstellung am Buchhagen, in der Nähe von Schöndelt, verfügt über eine Vielzahl von Gebäuden und einige Bunker. Obwohl das sehr entlegene Gelände eingezäunt ist, wurde im Laufe der Jahres vieles zerstört und gestohlen.

Die Gemeinde Finnentrop bekundet seit längerem ein Interesse an dem Gelände, das in ein Landschaftsschutzgebiet integriert ist. Und das ist eines der Probleme. „2010 gab es einen Windkraftbetreiber, der Interesse an dem Gelände zeigte, doch er hat seinen Antrag dann zurückgezogen“, so Bürgermeister Dietmar Heß.

Regenerative Energien denkbar

Auch aus Sicht der Bundesanstalt für Immobilien, die den Standort geprüft hat, eignet sich das Gelände für Windkraft. Doch es sei eher schwierig, so eine Liegenschaft zu veräußern, so Norbert Stahl aus Münster.

Im Zuge der allgemeinen Ausweitung an erneuerbaren Energien sieht die Gemeinde wieder eine Chance, mit dem Gebiet aus dem Naturschutz herauszukommen. Zurzeit läge wieder ein derartiger Antrag bei der Bezirksregierung in Arnsberg vor. Ein weiteres Problem seien auch die Gebäude auf dem Gelände sowie eventuell noch vorhandene Altlasten. „Man weiß noch nicht, was daraus wird, aber im Moment will niemand das Gelände haben, weil man dort nichts machen kann“, so Heß. Einige der Gebäude werden zurzeit genutzt, unter anderem von der Rettungshundestaffel Südwestfalen.

 

https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=7193754

https://www.routeyou.com/de-de/location/view/47896651/nike-feuerstellung-oedingen?toptext=1400760

Über die Sauerlandkaserne Oedingen- Webauftritt

 

MÄRZ 2017

https://www.wp.de/staedte/kreis-olpe/wenn-magerwiesen-oekostrom-in-lennestadt-abschalten-id210095273.html

Solaranlage geht nicht auf der Nato wegen Artenschutz?????? Wie weit ist Lennestadt hinsichtlich des Änderungplanes? Und wenn Solar dort gestoppt, was ist mit Windkraft und warum gilt das nicht für Finnentrop??

 

Copyright Bilder: googlemaps

Windige Geschäfte mit Ökostrom

Windige Geschäfte mit Ökostrom

Copyright: Jakob Schlandt, Hamburger Abendblatt

Berlin. Die Windkraft in Deutschland boomte zuletzt: Rund zehn Milliarden Euro flossen pro Jahr in den Bau neuer Anlagen. Knapp 30.000 wurden seit Anfang des Jahrtausends gebaut, sie produzieren etwas weniger als ein Achtel des in Deutschland erzeugten Stroms. Eine riesige Industrie ist entstanden, die sich derzeit in Husum zur Branchenmesse trifft.

Unterlagen, die dieser Zeitung vorliegen, zeigen, dass es beim Windkraftwunder seit vielen Jahren die Möglichkeit gibt, zu betrügen – und die Bundesregierung gegen die Manipulationspotenziale nicht entschlossen vorgegangen ist.

Die Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) weist ein riesiges Schlupfloch auf. Denn die Förderhöhe hängt davon ab, ob am Standort des Windrads im Schnitt viel oder wenig Wind bläst. Ist der Standort eher schlecht, wird den Windmüllern viele Jahre lang – bis zur vollen Förderdauer von 20 Jahren – mehr EEG-Umlage pro Kilowattstunde gezahlt. „Referenzertragsmodell“ heißt das System in der Fachsprache. Die Rechnung bezahlen die Stromverbraucher über die sogenannte EEG-Umlage, die auf die Stromrechnung aufgeschlagen wird.

Die endgültige Einordnung, wie „gut“ der Standort ist, hängt vom Ertrag nach fünf Jahren ab. Windräder an sehr guten Standorten haben also einen Anreiz, zunächst weniger Strom zu produzieren als möglich, um später höhere Förderbeträge zu bekommen. Schon 2014 hieß es in einer Untersuchung des Berliner Thinktanks Agora Energiewende: „Die eigentliche Manipulation erfolgt in den betrachteten Fällen in den ersten fünf Betriebsjahren. Nachdem die Dauer der erhöhten Anfangsvergütung festgelegt beziehungsweise das Gutachten bestätigt wurde, würde das Potenzial des Standortes und der Anlage voll ausgenutzt werden können.“ Die Agora-Autoren betonten in der Untersuchung zwar, dass es sich lediglich um „mögliche“ Manipulation handelt. Doch sie stellten auch fest: Der finanzielle Anreiz ist enorm. Ein Windrad an einem sogenannten 130-Prozent-Standort, also mit hervorragenden Windverhältnissen, wie sie zum Beispiel an den Küsten herrschen, würde über die Förderlaufzeit 600.000 Euro mehr Einnahmen erzielen, wenn es in den ersten fünf Jahren so gedrosselt wird, dass es nur als 100-Prozent-Windrad einsortiert wird. Denn diese erhalten deutlich länger eine höhere Vergütung.

Die Bundesregierung war seit vielen Jahren über diesen Missstand informiert. Interne Unterlagen zeigen, dass das Bundeswirtschaftsministerium bereits im November 2013 über die brisanten Untersuchungen zum Manipulationspotenzial schriftlich informiert wurde. Anfang 2014 lagen dem Ministerium zudem die detaillierten Ergebnisse der Manipulationsuntersuchung des Fachhauses Deutsche WindGuard vor. Die Untersuchungen kommentiere man nicht, teilt das Wirtschaftsministerium von Brigitte Zypries (SPD) dazu lediglich mit. „Wir können auch nicht bestätigen, dass es solche in der Studie beschriebenen Manipulationen tatsächlich gegeben hat.“ Dabei war das Ministerium sogar im Begleitkreis an der Studie beteiligt, die vor dem möglichen Missbrauch warnte.

Offen bleibt auch die Frage, warum die Bundesregierung trotz des Wissens um die Missbrauchspotenziale nicht aktiv wurde, um das Schlupfloch zu schließen. Auch heute noch können Windmühlen nach den manipulationsanfälligen Regeln in Betrieb gehen. Bis Ende 2018 dürfen noch Anlagen nach dem alten EEG gebaut werden, die Anfang 2017 bereits genehmigt waren. Erst im neuen Referenzertragsmodell ist der Manipulationsanreiz deutlich reduziert worden. Wie viele Windmüller sind tatsächlich durch das Betrugsschlupfloch marschiert? Die Branche beschwichtigt bei dieser Frage: Ein Sprecher des Bundesverbands Windenergie (BWE) sagte, der Missbrauch sei ein „theoretisches“ Problem ohne praktische Relevanz. Kein einziger Manipulationsfall sei dem Verband bekannt. Denn Windmüller, die manipulierten, würden sich nicht nur „des Betrugs schuldig machen“. Ihnen würde auch das Ende der EEG-Zahlungen und durch die technische Manipulation des Betriebs der Garantieentzug durch den Hersteller drohen. Das sei eine ausreichende Abschreckung.

Tatsächlich gibt es aber Indizien für Manipulationen: Auffällig viele Windräder fallen in für Betreiber besonders günstige Gütekategorien. So gibt es insgesamt extrem wenige Windräder, die überhaupt als gute Standorte ausgewiesen sind. Lediglich 0,8 Prozent aller Anlagen sind mit 130 Prozent oder mehr eingeordnet. Hinzu kommt: 100-Prozent-Anlagen gibt es mit 5,4 Prozent außergewöhnlich viele im Vergleich zu 95- oder 105-Prozent-Windrädern. Diese Zahlen zeigen: Nicht wenige Windmüller müssen bei der Einordnung ihrer Anlage aktiv mitgeholfen haben.

Hinzu kommt, dass die Betreiber von den Behörden nur schlampig überprüft werden: Eigentlich müsste auch von außen leicht nachvollziehbar sein, ob viele Windräder auffällige Produktionsmuster aufweisen. Schließlich verpflichtet das EEG die Betreiber der Stromnetze, auch die Produktionsdaten einzelner Windräder zu veröffentlichen. Doch die Datenbanken der Netzbetreiber sind derart lückenhaft geführt, dass es äußerst schwierig ist, Ertragsprofile für einzelne Windräder zu erstellen.

Bei einigen Anlagen lassen sich tatsächlich auffällige Muster feststellen: zunächst wenig, dann nach fünf Jahren plötzlich deutlich mehr Stromertrag. Für eine systematische Analyse einer großen Anzahl von Windrädern ist die Qualität der Datenbanken zu schlecht. Die mangelnde Transparenz kommt den Betreibern zugute – und auch der Bundesregierung, die sich seit Jahren für das Wegschauen entschieden hat. Zum Nachteil aller Bürger: Denn den möglichen Schaden zahlt die Allgemeinheit über den St

Drohnen in der Nacht über Waldgebieten

Geht’s noch??!!!!   Aktuell aus April 2018

In den vergangenen Nächten sind von mehreren Personen Drohnen über Waldgebieten im Frettertal gesichtet worden. Was diese bezwecken, ist nicht sicher.

Von anderen Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen wurde schon berichtet, das mit Hilfe von Drohnen der Schwarzstorch oder andere dem Ausbau der Windkraftanlagen „im Weg stehende“ geschützte Vogelarten (wie z.B. Roter Milan) am Nestbau oder beim Brüten gestört werden. Sollte das auch hier der Fall sein???

Damit würden sich die Betreiber der Drohne nach §44 BNatschG strafbar machen.

Windkraftanlagen im Frettertal?

Wir sind der Meinung, viele betroffene Einwohner können sich vll. noch gar nicht vorstellen, wie sich der Blick aus dem Fenster oder bei Wanderungen rund um unsere Dörfer verändern wird, wenn diese über 230 m hohen Windanlagen (zum Vergleich: Höhe Kölner Dom 157 m) auf der Höhe Richtung Schöndelt im sgn. Suchraum 6b und im Suchraum 3 Richtung Weuspert aufgestellt sind.

Um mal ein bischen zu verdeutlichen, wie diese Riesen auf unser Dorf gucken könnten, gibts nachfolgend einige maßstabsgetreue Fotomontagen:

Fotomontage: M. Bertels
Fotomontage: M. Bertels
Fotomontage: M. Bertels

Fotomontage: M. Bertels

Fotomontage: M. Bertels

Noch ist angeblich nichts entschieden. So hatten wir – wie sicherlich sehr viele – bislang gedacht!!!

Aber mit seinen Worten „Nicht die Frage ob, sondern wann und wie hoch!“ hat Herr Bürgermeister Hess in der CDU Mitgliederversammlung am Sonntag, 12.11.2017 in Fretter ganz klar zu verstehen gegeben, dass die Windkraftanlagen im Frettertal für ihn nur noch eine Frage der Zeit sind. Zur erwartenden Höhe sagte er, die modernen Anlagen sind 230 m und höher.

Noch ist es Zeit, sich zu informieren, eine Meinung zu bilden und diese auch zu Äußern. Denn die Sicht auf die Anlagen ist nur eins der geringeren Probleme, die sie unserer Meinung nach mit sich bringen.

Noch besteht die kleine Hoffnung, die Windkraftanlagen vor unserer Haustür fern zu halten. Aber dazu müssen wir Einwohner aus dem Frettertal und der weiteren betroffenen Orte und Siedlungen als Gemeinschaft hin stehen – so wie in vielen anderen Orten in Südwestfalen bereits geschehen.

Warum wir daran interessiert sind?

Da gibt es mehrere Gründe und die unterschiedlichsten Ansatzpunkte, auf die wir auf dieser Website und auf anderen Wegen aufmerksam machen werden.

Und es ist uns ein Anliegen zu unterstreichen: Wir sind NICHT gegen erneuerbare Energien! Ganz und gar nicht!

Wer mit seinem Wissen dazu beitragen kann, diese Seite inhaltlich aktuell und richtig zu gestalten, ist eingeladen sich zu beteiligen.

Ganz einfach geht das per Email an windkraft@frettertal.com

Das Gleiche gilt für Fragen. Sprecht uns an, bzw. schreibt uns.

 

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