Stellungnahme Unterschriftenaktion

Betrifft die Unterschriftenaktion von Gegenwind Frettertal und Aussage von dem BM. Erschienen im Sauerlandkurier und in der WP/WR:

In der Informationsveranstaltung der Gemeinde Finnentrop vom 07.10.19 in Serkenrode hat Bürgermeister Heß, als er auf die über 1500 Unterschriften angesprochen wurde, mit denen sich bis Anfang 2019 Einwohner gegen Windkraftanlagen im Frettertal ausgesprochen haben, gesagt: „Ich kenne diese Unterschriftenliste bis heute nicht.“ Und lapidar im Anschluß: „Ich habe davon in der Zeitung gelesen. Mehr weiß ich nicht“.

Das ist jedoch nur halbrichtig.

Aus Datenschutzgründen hat die IG Gegenwind Frettertal die Unterschriften NICHT im Rathaus abgegeben, sondern eine Auswertung vorgenommen, wieviel Prozent der Einwohner der jeweils betroffenen Ortschaften gegen Windkraftanlagen im Frettertal sind. Diese Zahlen wurden jedem einzelnen Ratsmitglied, incl. dem Bürgermeister, am 25.04.19 per Email mitgeteilt.

Darüber hinaus haben wir, auf die am 25.04.19 gemailte Rückfrage eines Ratsmitgliedes, am darauf folgenden Tag eine Einsicht der Unterschriftenliste durch einen Rechtsbeistand angeboten. Diese Antwort wurde wieder an alle Ratsmitglieder und selbstverständlich auch dem Bürgermeister gemailt. Unser Angebot wurde allerdings bislang nicht wahrgenommen.

Von daher sehen wir es als Frechheit an, zu behaupten, von den Unterschriften „hätte er in der Zeitung gelesen“. Da wir eng in die Aktion der Unterschriftensammlung eingebunden waren, ist es uns persönlich ein großes Anliegen, den vielen Unterschreibern und damit besorgten Einwohnern hier nochmal deutlich zu sagen, dass wir 1.) sorgfältig mit dem Datenschutz umgegangen sind und 2.) die Aussage von Herrn Heß nur die halbe Wahrheit ist.

Zudem finden wir es bedauernswert, wie gleichgültig unser Bürgermeister diesen Stimmen „seiner“ Einwohner gegenübersteht und hielten es für dringend erforderlich, hier eine Richtigstellung zu schreiben.

Und nochmal zur Erinnerung: Allein in Serkenrode waren über 50% der Einwohner über 16 Jahren gegen die Windkraftanlagen im Frettertal!

Reni Hahn, Bianca Schmidt
Serkenrode, 08.10.2019

So sieht es jetzt noch im Wald aus

Bisher wurden 3 der geplanten Standorte von uns aufgesucht und mit Fotos dokumentiert, wie es derzeit (Mai 2019) dort aussieht.

Die Markierung zeigt den geplanten Standort laut GPS Daten der Stawag. Die weiteren Bilder sind jeweils von dem geplanten Standort aufgenommen worden – sofern er zugänglich war. Ansonsten von dem nächstmöglichen Punkt aus. Die Benennung der Standorte ist von der Erhebung in deren Nähe genommen.

„Kathenberg“ WEA04

„Vietschlaa“ WEA07

Markierung ist der ca Standort der WEA07

Bessere, eindrucksvollere Bilder der WEA7 auf finnentrop.net

„Schatmecke“ WEA03

Bessere, eindrucksvollere Aufnahmen der WEA03 auf finnentrop.net

„Kaßhömberg“ WEA05
„Brandenberg“ WEA01 und WEA02
„Stolleshagen“ WEA06


Auf der Website der Firma Stawag ist ein Update September 2019 mit den geplanten Zuwegungen zu den geplanten Anlagen
unter diesem Link zu finden (Datum 25.09.19)

Und eine Karte mit eingezeichneten Abständen der geplanten Anlagen zu den bestehenden Orten/Siedlungen unter diesem Link zu finden (Datum 27.09.19)

Über 1500 Unterschriften

Mitteilung der IG Gegenwind Frettertal an die Presse mit der Bitte um Veröffentlichung

Folgender Text wurde von uns an die Presseorgane mit der Bitte um Veröffentlichung übersendet.

Über 1.500 Unterschriften gegen Windkraft im Frettertal

Die IG Gegenwind Frettertal hat kürzlich eine Unterschriftenaktion zum Thema „Errichtung von 240 m hohen Windkraftanlagen im Frettertal“ durchgeführt, um die Stimmung unter den Einwohnern im Frettertal und deren Einstellung zu diesem Thema zu erfahren. Die große Zahl von Ablehnungen hat die Erwartungen übertroffen.

Insgesamt haben über 1.500 Bürger (ab 16 Jahren) gegen Windkraft im Frettertal unterschrieben. In Serkenrode, der am stärksten betroffene Ort, waren es über 50%. Im Siedlungsbereich von Weuspert, Faulebutter und Umgebung liegt die Quote bei nahezu 100%.

Das spiegelt aber nicht einmal die tatsächliche Zahl der besorgten Bürger wider. Denn so manche angesprochenen Bürger scheuten sich, ihre ablehnende Haltung durch eine Unterschrift zum Ausdruck zu bringen.

In verschiedenen Gesprächen konnten die Mitglieder der Interessengemeinschaft erfahren, dass der Klimawandel und der Schutz unserer Umwelt die Menschen tief bewegt, sie aber von den geplanten Maßnahmen, riesige Windräder in Waldgebiete zu bauen, keine Lösung erwarten, sondern zusätzliche Zerstörung.

Sehr erfreulich ist, dass die IG auch Unterstützung von einigen Kommunalpolitikern Finnentrops erhält. So hat Daniel Gerk (stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion Finnentrop) zugesichert, das Anliegen dem gesamten Gemeinderat vorzutragen. Daniel Gerk ist nicht nur Ratsmitglied sondern auch Kreistagsmitglied für den Wahlbezirk des Frettertals und in dieser Funktion u.a. Mitglied im für dieses Thema zuständigen Umwelt- und Strukturausschuss: Die mit über 1.500 Unterschriften dokumentierten Sorgen der Bürgerinnen und Bürger sowie deren repräsentative Quoten in den einzelnen betroffenen Ortschaften müsse man sehr ernst nehmen. Die folgenden Entscheidungen seien für jeden Kommunalpolitiker in diesen Tagen mit schwerwiegenden Eingriffen in unsere Natur und sehr langfristigen Folgen behaftet. Mit diesen Entscheidungen müsse man sehr gewissenhaft und verantwortungsvoll umgehen. Enthaltungen seien hier aus seiner Sicht keinesfalls angezeigt, auch wenn man die Schuld für fehlende Klarheit und zweifelsfreie gesetzliche Vorgaben gerne den höheren politischen Gremien auf Landes- und Bundesebene gebe. Um Veränderungen, Umdenken und die fehlende gesetzliche Klarheit herbeiführen zu können, sind seiner Ansicht nach aber weiterhin massive Signale der Basis und eine Bottom-up-Politik notwendig.

Was diese Bürger bewegt und ihnen Sorgen bereitet:

Wenn diese Großanlagen in zusammenhängenden Waldgebieten und in größerer Anzahl dicht um die Besiedlungen herum gebaut werden, machen sie aus einem in Jahrhunderten gewachsenen Naturgebiet ein Industriegebiet, allerdings ohne die Vorteile einer urbanen Infrastruktur. 

Die ländliche Bevölkerung bekommt den Eindruck, für die vermeintliche Erreichung der Klimaziele den Preis zahlen zu müssen, ohne dass der Zerstörung von intakter Landschaft, Natur und Lebensqualität ein effektiver Klimagewinn gegenübersteht. Der Netzausbau hält mit dem Ausbau von Windkraftanlagen nicht Schritt, die natürliche CO2 Speicherfähigkeit von Waldgebieten wird geschmälert.

Die Hoffnung vieler betroffener Menschen richtet sich auf die „große“ Politik, da sie sich von der „kleinen“ kommunalen im Stich gelassen fühlen. Nicht nur in der Landespolitik NRW sondern auch auf Bundesebene beschäftigen sich Gremien und Arbeitskreise mit der klaren Abstandsregelung zu Wohngebieten und einer Veränderung des Baurechts (Abschaffung der Privilegierung zur Errichtung von Windkraftanlagen). Finanzielle Anreize beeinflussen aber nach wie vor die Entscheidungsfindung. Und manche Entscheidungsträger fühlen sich mit dem vermeintlichen Beitrag zum Klimaschutz in der moralischen Überlegenheit – auch wenn die Sinnhaftigkeit konkreter Windkraftprojekte in sensiblen Naturgebieten einer nüchternen wissenschaftlichen Prüfung nicht Stand hält.

Das Missverhältnis von Ertrag und Schaden zeigt sich erstens bei der notwendigen Abgabe von übermäßigem Stromertrag durch Windkraft ans Ausland und zweitens durch Zukauf von Strom aus Kohle und Kernkraft im Ausland. Letzteres wird für die Grundversorgung in Zukunft noch zunehmen.

Deshalb betont die IG Gegenwind Frettertal:

Wir alle haben das gemeinsame Ziel, das Klima zu schützen, aber deshalb dürfen nicht undifferenziert Projekte gerechtfertigt werden, die vielen Tieren, der Natur und nachweislich auch der Gesundheit von Menschen schaden.

im Namen von IG Gegenwind Frettertal

Esther Bönninghoff 
Ida Fend-Richter         
Björn Kathol
Alfons Reuter                         
Christiane Richter       
Johannes Richter
Bernd Sasse                          
Bianca Schmidt            
Georg Schmidt
Josef Vetter

Weitere Kontakte/Ansprechpartner/Mitglieder finden Sie unter www.gegenwind.frettertal.com/kontakt/

Bürgerversammlung Lenhausen

Etwa 600 Personen fanden am Donnerstag, 11.04.19 den Weg in die Versammlung in die Lenhauser Schützenhalle. Darunter auch eine große Zahl von Frettertaler Bürgern. Hauptthema war der Bauvorantrag der Firma Windwärts aus Hannover beim Kreis Olpe, am Oberbecken des Pumpspeicherwerks Rönkhausen 5 Windkraftanlagen zu errichten.

Darauf muss die Gemeinde jetzt innerhalb von 2 Monaten reagieren. Wird keine Stellungnahme der Gemeinde verfasst, wird das beim Kreis Olpe als Einverständnis gewertet. Für den 07.05.19 ist daher eine zusätzliche Ratsversammlung einberufen, in der darüber abgestimmt werden soll.

Weitere Infos in nachfolgenden Zeitungsartikeln:

Lokalplus

Sauerlandkurier

Westfalenpost

Oder in der Rubrik „Presse Regional“

LINK ZUR PROJEKT WEBSITE VON WINDWÄRTS

Eine weitere Bürgerversammlung ist für Montag, den 06.05.19 in Serkenrode anberaumt.

Was ist eigentlich eine Bürgerinitiative?


Erklärung zum Begriff Bürgerinitiative

Eine Bürgerinitiative (oft auch als Interessengemeinschaft oder Aktionsgemeinschaft bezeichnet) ist eine aus der Bevölkerung heraus gebildete Gemeinschaft, die aufgrund eines konkreten Anlasses in ihrer politischen oder sozialen Umwelt Selbsthilfe organisiert und somit möglicherweise Einfluss auf die öffentliche Meinung, auf staatliche Einrichtungen, Parteien oder andere gesellschaftliche Gruppierungen nimmt.

Viele Bürgerinitiativen beschränken sich auf sachlich eingegrenzte Probleme, weswegen sie auch als so genannte Ein-Punkt-Organisationen bezeichnet werden. In diesem Punkt unterscheiden sie sich also von Parteien, die ein möglichst großes Spektrum an Meinungen einfangen und somit politische Macht erlangen wollen, und Interessenverbänden, die mit Hilfe eines organisierten Unterbaus klar abgegrenzte Interessengruppen vertreten.

Eine Bürgerinitiative ist basisdemokratisch, da sie eine Veränderung von der Basis her, also von der Bevölkerung ausgehend, initiiert. Die zum Erreichen des Ziels erforderlichen Maßnahmen werden koordiniert und organisiert, um Zeit und Aufwand zu sparen und der Meinung bzw. dem Anliegen der Bürgerinitiative mehr Nachdruck zu verleihen. Dazu werden meist Unterschriften gesammelt, Demonstrationen durchgeführt oder Petitionen verfasst.

Der Begriff Bürgerinitiative ist nicht an eine bestimmte Organisationsform gebunden. Die meisten Bürgerinitiativen sind zunächst nur lose Gruppierungen ohne feste Organisationsstrukturen. Erfordert die Durchsetzung des Zieles ein längerfristiges Engagement, bilden sich aber oft Vereine. Insbesondere wenn Bürgerinitiativen langfristige kommunalpolitische Ziele verfolgen, können aus ihnen auch Wählergemeinschaften entstehen.

Eine Studie des deutschen Instituts für Urbanistik aus dem Jahr 1976 zeigte auf, dass sich damals die meisten Bürgerinitiativen für bessere Umweltbedingungen einsetzten (17%), dicht gefolgt von Bürgerinitiativen für Spielplätze und Kindergärten (16%), Aufbegehren gegen Verkehrsplanungen (11,8%) und für ein besseres Bildungswesen (8%).


Inhaltsverzeichnis
1 Gründe für das Entstehen von Bürgerinitiativen
2 Geschichte
3 Zielführende Strategien
4 Weblinks

Gründe für das Entstehen von Bürgerinitiativen
Für das Entstehen von Bürgerinitiativen sind z. B. die Probleme des wirtschaftlichen Wachstums und die damit verbundenen Umweltbelastungen verantwortlich. Dieser Bereich wird von den Interessenverbänden kaum abgedeckt und muss deshalb durch Bürgerinitiativen eingeklagt werden.

Des Weiteren ist ihr Entstehen meist auf ein Versagen von politischen Planern in Parteien und Verwaltungen zurückzuführen. Viele Bürger kritisierten, dass diese Planer lediglich sachliche Korrektheit, nicht aber die Bedürfnisse der Bevölkerung berücksichtigten.

Einen nicht minder wichtigen Anteil an der Entstehung von Bürgerinitiativen hat sicherlich auch die außerparlamentarische Opposition(APO).

Geschichte
Als erste Bürgerinitiative nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1947 zum Schutz der Wälder die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) von rund 500 Personen gegründet. In den 1970er Jahren entwickelte sich die Bürgerinitiativbewegung auch als Alternative zur APO. Während sich die APO als eine allgemeine Bewegung gegen Entwicklung in den Parlamenten, insbesondere dem Bundestag, verstand, versuchten die Bürgerinitiativen meist, lokale Interessen parteiübergreifend geltend zu machen. Viele Bürgerinitiativen schlossen sich in den 1970er Jahren zu Landesverbänden zusammen und bildeten die politische Basis für die Gründung der Grünen bzw. Alternativen Partei.

Zielführende Strategien
Unbestreitbar ist jede Bürgerinitiative eher singulär und kaum auf andere Bewegungen übertragbar. Tatsache ist andererseits, dass aus den Erfolgen, aber auch den Misserfolgen vorher gegangener Bürgerinitiativen gelernt werden kann, was eher nützlich und was eher schädlich ist.
Wer eine Bürgerinitiative ins Leben rufen will, braucht immer einen langen Atem, große Fähigkeit, MitstreiterInnen und finanzielle UnterstützerInnen zu gewinnen und zu inspirieren, den Mut, sich mit einer unbeirrbaren Verwaltung anzulegen und die Häme der Lokalpresse zu ertragen. Auch bei offensichtlich widersinnigen Projekten der Behörden kann nicht davon ausgegangen werden, dass eine dort einmal getroffene Entscheidung, -aufgrund einleuchtender Gegenargumente der Bürgerinitiative-, wieder rückgängig gemacht wird.
Eine nur einer Parteienrichtung nahe stehende Bürgerinitiative ist in aller Regel zum Scheitern verurteilt. Es gilt, angesehene Exponenten aus allen bürgerlichen Lagern in die Bürgerinitiative einzubinden und bis zu einem gewissen Grade Kompromissbereitschaft erkennen zu lassen. Dogmatische Ablehnung der Intention der Verwaltung führt nicht zum Ziel. Es müssen statt dessen Alternativen erkennbar sein, die das ursprüngliche Begehren der Verwaltung in Abrede stellt, gleichzeitig aber positive Veränderungen des Ist-Zustandes vorschlagen. Es muss mit anderen Worten positiv und konstruktiv argumentiert werden, um der Bevölkerung zu signalisieren, dass die Absichten der Verwaltung bereits überholt sind.
Hintergrundgespräche mit einflussreichen Redakteuren von Lokalzeitungen und regelmäßige Pressemitteilungen sowie Leserbriefe unterschiedlicher Prägung an die lokalen Meinungsmacher können Parteienmeinungen unsicher werden lassen. Vor allem anstehende Wahlen können diesen Prozess noch beschleunigen.

Quelle: https://www.juraforum.de/lexikon/buergerinitiative

Zwei Bauanvoranfragen für insg. 12 Windkraftanlagen liegen in Olpe vor

Von diesen Bauvoranfragen haben wir seit einigen Wochen Kenntnis und sind daher nicht wirklich überrascht. Überraschend ist jedoch, dass das Oberbecken wieder in der Planung sein soll.

Gemäß dem Zeitungsbericht in der WP vom 01.04.19 liegen Bauvoranfragen für 5 WKA in Rönkhausen / Oberbecken und für 7 WKA im Bereich Serkenrode vor.

Hier der Bericht von Flemming Krause, WAZ

Herr Flemming Krause schreibt in seinem Artikel, dass Bürgerversammlungen für Donnerstag, 11.04.19 um 18.30 Uhr in der Schützenhalle Lenhausen sowie am Montag, 06.05.19 in der Schützenhalle Serkenrode terminiert sind.
Wobei der 06.05. für Serkenrode ausgesprochen ungünstig gewählt ist, da das der Tag nach der Erstkommunion ist.

Weiterhin wird eine zusätzliche Ratsitzung nach den Osterferien geplant.

Gemäß Artikel Flemming Krause folgendes Zitat

„Wir haben jetzt 2 Monate Zeit, um uns sorgfältig zu beraten und über unsser Einvernehmen zu entscheiden“, sagte Hess auf Nachfrage. Weiter wolle er sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht äußern, zumal zunächst noch die Politik grundlegend informiert werden solle.


Fakten aus dem Artikel von Herrn Flemming Krause:
Windwärts AG plant 5 Anlagen in Rönkhausen am Oberbecken
Gesamthöhe 240 Meter, Nabenhöhe 161 Meter, Rotorenblattlänge 79 Meter.
Zitat “ Wir haben einen Vorbescheidsantrag beim Kreis Olpe gestellt. Gegenstand des Verfahrens ist derzeit im Wesentlichen die Klärung der standortrechtlichen Zulässigkeit mit Blick auf den Flächennutzungsplan der Gemeinde Finnentrop“, erklärte Silvia Augustin, Pressesprecherin der Windwärts Energie GmbH, schriftlich auf Nachfrage dieser Redaktion. Sie ergänzte: „Wir haben die Planung von vormals acht Anlagen aus eigener Initiative auf fünf Standorte reduziert, um damit einen Beitrag für eine höhere Akzeptanz des Vorhabens zu leisten.“ Die Sprecherin teilte zudem mit, dass die zunächst anvisierten Standorte in den Randlagen Richtung Rönkhausen und Lenhausen ersatzlos gestrichen worden seien. Und Augustin versprach: „Die Abstände zu allen Ortslagen betragen 1000 bis 1500 Meter. Die Grenz- und Richtwerte für die Schallimmissionen werden eingehalten.“ „

Die Stawag aus Aachen plant 7 WKAs bei Serkenrode.
Zitat: „Die Stadtwerke Aachen AG plant zudem die Errichtung von sieben Anlagen bei Serkenrode. Wie Pressesprecherin Eva Wußing auf Nachfrage mitteilte, sollen die Windräder 240 Meter hoch sein, der Rotordurchmesser würde pro Rad 158 Meter und die Nabenhöhe 160 Meter betragen. „Wir glauben an diesen Standort, müssen jetzt aber erstmal abwarten, wie es weitergeht“, betonte Wußing.

Quelle: WAZ vom 01.04.19 Flemming Krause

Interessanter Artikel/Kommentar dazu auf finnentrop.net

Ende 2017 wurde in der Ratsitzung beschlossen, dass das Oberbecken aus der Planung herausgenommen werden soll und zuerst die 3 Suchgebiete in Serkenode, Schöndelt und Ostentrop konkretisiert werden.
Hier Links zu den entsprechenden Artikeln:

Westfalenpost vom 07.12.17

Sauerlandkurier vom 08.12.17

Lokalsplus vom 13.12.17

Brief an Rat und Bürgermeister

Serkenrode/Frettertal, 30. Januar 2019

Erneute Stellungnahme der IG Gegenwind Frettertal
an den Bürgermeister und den Rat der Gemeinde Finnentrop

Sehr geehrter Herr Heß,
sehr geehrte Ratsmitglieder,

da Sie sich in den vergangenen Ratssitzungen, an denen wir teilgenommen haben, immer wieder darauf berufen haben, dass sich die Gemeinde Finnentrop in Bezug auf die Windkraftplanung ja schließlich nur nach den Weisungen der Bundesregierung richte und bemüht sei, diesen Forderungen gerecht zu werden, haben wir uns als IG entschlossen, Sie auf die geänderte Auffassung – vor allem der CDU – hinzuweisen.

Am 18. Dezember 2018 fand in der Kreisgeschäftsstelle der CDU in Olpe ein Gespräch mit Herrn Dr. Matthias Heider zum Thema Windkraftplanung statt, an dem neben einigen anderen BIs auch zwei Vertreter unserer IG (Christiane Richter, Georg Schmidt) teilgenommen haben.

Die Hauptaussage dieses Gespräches war:
Ein „weiter so…“ soll es nach dem Willen der Bundes-CDU nicht mehr geben. Der massive Ausbau der Windkraft war ursprünglich nur für die Pilotphase und auf keinen Fall dauerhaft geplant.
Deshalb hat die CDU auf ihrem Bundesparteitag in Hamburg am 07.12.2018 für eine Abschaffung der Privilegierung im Baurecht für die Errichtung von WKAs gestimmt. Anstatt dessen soll ein positives Planungserfordernis eingeführt werden, was bedeutet, dass den Kommunen mehr Planungsfreiheit eingeräumt würde und nicht zwingend ein Windvorranggebiet ausgewiesen werden müsste (und schon gar nicht immer weitere Windvorranggebiete hinzukommen müssen, s. Ostentrop). Das Argument „Man muss der Windkraft substantiellen Raum verschaffen“ wäre so vom Tisch. Die Belange der Bürger sollen auf diese Weise mehr berücksichtigt werden.
Den genauen Wortlaut des Beschlusses können Sie dem angehängten Link entnehmen (Beschluss C9).

Im Laufe des Gespräches war auch die Bundesratsinitiative NRW ein Thema, eine Initiative, die laut Herrn Dr. Heider von großen Teilen der Bundestagsfraktion der CDU ausdrücklich begrüßt wird.

Wir hoffen, dass diese Informationen Sie dazu bewegen, Ihre Positionen zum Thema Windkraft zum Schutz der Bürger im Frettertal nochmal zu überdenken.

Mit freundlichen Grüßen
im Namen der IG Gegenwind Frettertal
Esther Bönninghoff
Björn Kathol
Christiane Richter
Bernd Sasse
Bianca und Georg Schmidt

PS: Auch zum jetzigen Zeitpunkt, solange der Antrag der CDU noch nicht durch ist, heißt „substantieller Raum“ keineswegs, dass ein einziger Ort von Windrädern umzingelt werden darf. Es wurde in dem Gespräch ganz deutlich, dass diese massive Konzentration vom Bundestag sicherlich so nicht gewollt ist.  

Presseartikel dazu :

Lokalplus vom 01.02.2019

Filmtipp: End of Landschaft

UPDATE:

Der Film wird am Mittwoch, 06.02.2019 um 19.00 Uhr im Lichtspielhaus Lennestadt-Altenhundem aufgeführt.

Der Eintritt kostet 7 Euro.

Organisiert von Bündnis Gegenwind Südwestfalen

Quelle des nachfolgenden Textes:
https://eifelon.de/umland/aachen/end-of-landschaft-wie-deutschland-das-gesicht-verliert.html?fbclid=IwAR16fQs3-OQ29ZSoabHgKwxApJgxOR5xsZcey0VKbeNfL_usbrSXusIrrIc

End of Landschaft – Wie Deutschland das Gesicht verliert

Umland, Aachen: Seit Beginn der deutschen Energiewende hat es diverse filmische Auseinandersetzungen damit und mit dem Thema Klimaschutz gegeben. Allerdings waren die meisten Kino-Dokumentationen von Anbeginn Produkte, die von beteiligten Branchen finanziell massiv gesponsert wurden. Produktionen zu diesem Thema, die nicht „unterstützt“ wurden, hatten es bislang eher schwer. Mit „End of Landschaft“ liegt nun eine faktenschwere Dokumentation vor, die vollkommen frei und journalistisch produziert wurde.

Seitdem der Dokumentar-Kinofilm „End of Landschaft – Wie Deutschland sein Gesicht verliert“ von Jörg Rehmann Anfang Oktober im Darmstädter Citydome Premiere hatte, sind die Vorstellungen meist ausverkauft. In den Erbacher Lichtspielen war der Publikumsantrag so groß, dass der Film noch zusätzlich kopiert werden musste, um auch im dritten verfügbaren Kinosaal noch kurzfristig und zeitgleich laufen zu können.

„End of Landschaft – Wie Deutschland sein Gesicht verliert“ ist ein 105 Minuten langes Full-HD Roadmovie durch die energiegewendete Republik. Die Recherchen-Reise des Journalisten Rehmann zeigt ein verändertes Deutschland, das durch seine energietechnische Umgestaltung nicht mehr wiederzuerkennen ist.

Die Energiewende ist das größte Infrastrukturprojekt seit Ende des 2.Weltkrieges in Deutschland. Die Kostenhochrechnungen dafür gehen in die Billionen – ohne dass die Bundesregierung je Konzepte einer Finanzierung vorgelegt hätte. Doch trotz der ausufernden Milliardenkosten haben zigtausende Windräder und Solaranlagen bislang lediglich drei Prozent des Primärenergiebedarfs gedeckt. Geht man von der gesicherten Leistung aus, liegt das Ergebnis sogar unter einem Prozent: Eine magere Bilanz.

Die Auseinandersetzungen um zerstörte Landschaften und Windradlärm haben die bislang friedlichen Landregionen in tiefgreifende Zerwürfnisse gestürzt. Auch durch den Naturschutz zieht sich ein schwerer Konflikt. Gründe genug für den Autor, sich dem Thema mit kritischer Distanz zu nähern.

Er selbst lebt im einem Hotspot der Energiewende, im Hunsrück: Von einer Landschaft im herkömmlichen Sinn kann man hier, wie auch an vielen anderen Orten in Deutschland, nicht mehr sprechen. Ein verhängnisvolles Gerichtsurteil sorgte im Jahr 2005 dafür, dass jegliche Planungs- und Steuerungsinstrumente für die Windenergie in der rheinland-pfälzischen Hunsrückregion außer Kraft gesetzt wurden. Das Ergebnis war ein Dammbruch, nachdem praktisch jedes Dorf ohne Rücksicht auf übergeordnete Interessen Windparks in seiner Gemarkung ermöglichen konnte.

Seitdem beobachtet Jörg Rehmann die Energiewende. Im Grunde für „grüne Themen“ immer aufgeschlossen, irritierte ihn von Beginn an die Rücksichtslosigkeit und Kompromisslosigkeit, die den Planungen anhaftete.

In Deutschland wuchsen in den letzten Jahren zehntausende Windmaschinen aus dem Boden. Angetrieben von Gier und Bereicherung weniger, hat sich einstige ländliche Idylle zur Industriezone gewandelt. Das alles, um den menschlichen Einfluss auf das Klima zu begrenzen?

Wie aber geht es den Menschen, die im Schatten dieses ehrgeizigen Großversuchs leben müssen? Im Januar 2017 erfährt Rehmann von angeblich geplanten 400 Windrädern, für die Flächen im Odenwald ausgewiesen werden sollen. Die Bürger vor Ort sind verunsichert, viele ahnen nicht, welche Veränderungen und Konflikte sich durch diese Planung ergeben können. Das führt den Autor dazu, andere Regionen zu bereisen, in denen bereits mehr Erfahrungen bestehen.

In Ostfriesland steht im Schnitt alle 790 Meter ein Windrad neben dem anderen. Hier hat eine latente Enteignungs- und Entsiedelungswelle der Bevölkerung eingesetzt. In Mecklenburg-Vorpommern wurden Milliarden für den „Aufbau Ost“ in eine neue Infrastruktur investiert. Doch mit der Entscheidung, das ganze Bundesland zum „Elektrizitätswerk der Nation“ zu machen, setzt auch dort eine Landflucht ein. Indem die Windräder nun auch den Städten näherrücken, werden Anwohner oft zum zweiten Mal mit zerstörter Landschaft, Lärm und Konflikten konfrontiert. Im rheinland-pfälzischen Moselhunsrück und im Saarland trifft der Autor auf Strukturen, die von Experten als kriminell bezeichnet werden. Dabei müsste ein gutes Ziel sich doch eigentlich guter Methoden bedienen…

Für Rehmann und die im Film befragten Fachleute ist die Notwendigkeit eines wirksamen Klimaschutzes unbestreitbar. Aber die „Handschrift der Energiewende“ ist selbst nach Meinung renommierter Verfassungsjuristen zur „Perversion“ entgleist.

Schließlich sind es im Film ganz einfache Menschen, die glaubwürdig auf den Hyper-Konsum verweisen, den es zurückzuschrauben gilt, wenn man denn ehrlichen Klimaschutz will. Ein Maßhalten mit Ressourcen würde auch manche Naturzerstörung durch Energietechnik ersparen. Jörg Rehmann hat in seinem Kino-Dokumentarfilm „End of Landschaft“ den Menschen vor Ort zugehört, hat Experten und Wissenschaftler befragt und investigative Recherchen betrieben.

Gestalterisch wechseln sich im Film dokumentarische mit kurzen erzählenden, epischen Passagen ab. Nach ruhigen Bilderfolgen nimmt der Film immer wieder Fahrt auf. Die Reise des Autors führt zu einer immer stärkeren thematischen Verdichtung. Gegen Filmschluss bietet eine Zusammenfassung und Auswertung die Möglichkeit, die „Handschrift der Energiewende“ einzuschätzen, da letztlich weder dem dringend nötigen Klimaschutz noch rechtlichen und demokratischen Anforderungen Genüge getan wird.

Das Ergebnis ist ein sensibler Film, jenseits fernsehüblicher Berichterstattung, der dennoch fordert, aufdeckt und aufrüttelt. Ein kritisch-informatives Roadmovie durch Energiewendeland.

Trailer:

https://joerg-rehmann.de/blog/2018/09/19/end-of-landschaft/

Weitere Infos:
„End of Landschaft – Wie Deutschland sein Gesicht verliert“, läuft am Sonntag, dem 2. Dezember, um 17.30 Uhr, im Edenpalast, Aachen, Franzstraße 45 – 47, Ticketpreis: 6,50 bis 7,50 Euro.

Wenn Sie den Film Ihrem Kino empfehlen wollen.
Informationsmaterial und Verleihanfragen: soonmedia@film-rlp.de