Pressemitteilung der IG Gegenwind Frettertal

„Eine solche Verhaltensweise ist alles andere als bürgernah.“

Finnentrop: CDU-Fraktion und Bürgermeister Heß lehnen Antrag der IG Gegenwind Frettertal ab, ohne den Sachverhalt zu kennen

Auf der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Gemeinde Finnentrop am 04.09.18 wurde u.a. über den Bürgerantrag der IG Gegenwind Frettertal entschieden. Grundlage ist das Umwelt-und Artenschutzgutachten, das im Auftrag von Windenergiebetreiber STAWAG für die Region erstellt worden ist. Dies hält die IG Gegenwind Frettertal für sachlich unzureichend und stellte den Bürgerantrag, die Gemeinde möge ein weiteres, neutrales Gutachten in Auftrag geben; bei der Auswahl des unabhängigen und neutralen Sachverständigenbüros sollten sich Gemeindeverwaltung und Antragsteller gemeinsam einigen. Denn dies scheint nach Überzeugung der IG die einzige Möglichkeit zu sein, eine befriedigende Lösung für alle Beteiligten zu finden. Es schafft die Grundlage für Akzeptanz und ein Stück weit Sicherheit für die Parteien.

Mit der Mehrheit der CDU-Fraktion mit 9 Stimmen wurde der Antrag jedoch abgelehnt, alle anderen Fraktionen (4 Stimmen) befürworteten ihn.
Unmittelbar nach der Abstimmung stellte sich heraus, dass die CDU-Fraktion inklusive Bürgermeister Dietmar Heß das Gutachten der STAWAG inhaltlich überhaupt nicht kennt. Sowohl der Bürgermeister als auch Ralf Helmig, Fraktionsvorsitzender der CDU, gaben das in der Sitzung selbst zu.
„Das bedeutet, dass über einen Bürgerantrag abgestimmt wurde, ohne dass sich die CDU-Fraktion überhaupt mit der Grundlage des Antrags befasst hat. Eine solche Verhaltensweise ist alles andere als bürgernah“, kommentierten Mitglieder der IG Gegenwind Frettertal.
Alle anderen Fraktionen haben das Gutachten im Internet nachgelesen und haben sich offensichtlich auch mit dem ins Zwielicht geratenen Sachverständigenbüro, das dieses Gutachten erstellt hat, auseinander gesetzt.

Hintergrund: Im Frettertal, einem Vogelzuggebiet und einer Region, in der viele Tier- und Pflanzenarten heimisch sind, deren Aussterben überall beklagt wird, soll ein lebensraumzerstörender Windpark mit aktuell elf Windenergieanlagen gebaut werden. Die geplante Höhe dieser Anlagen beträgt 240 Meter und sie gehören damit zu den höchsten derzeit Onshore gebauten Industrieanlagen dieser Art.

IG Gegenwind Frettertal

 

 

Nachsatz: wer wissen möchte, welche Personen hinter der IG Gegenwind Frettertal stehen, kann die Informationen dazu auf dieser Website, und das schon seit Bestehen der Website,  unter „Kontakt“ finden.     😉

Es ist noch nichts entschieden!

28.05.2018

Wir haben jetzt von mehreren Seiten gehört, dass doch viele Einwohner davon ausgehen, dass es beschlossene Sache wäre, dass die Windkraftanlagen im Frettertal gebaut würden.

DEM IST NICHT SO.

Bisher ist noch nichts entschieden. ALLES ist offen.

Grundsätzlich scheint in den letzte Wochen verstärktes Interesse bei den betroffenen Einwohnern entstanden zu sein, mehr Informationen über den aktuellen Stand zu bekommen.

Auf dieser Internetseite gibt es einiges an Informationen. Allgemeine Infos und speziell natürlich für das Frettertal.

Hier stehen auch Kontaktdaten für all die, die die IG Gegenwind Frettertal in irgendeiner Form unterstützen möchten. Aktiv oder Finanziell.

Jeder, aber wirklich jeder, der ein Interesse daran hat, diese riesigen Windmühlen aus dem Frettertal fernzuhalten, ist herzlich eingeladen, sich gemeinsam mit der IG Gegenwind Frettertal zu engagieren.

Nicht die EINE oder die ANDERE Seite

27.05.2018

Und um das nochmal ganz klar zu machen:

Es wird nicht „die eine oder die andere Seite“ werden.
Es sollen beide Seiten von unserer Tallage mit Windindustrieanlagen zugebaut werden. Wir sollen von diesen 240 m hohen monströsen Windmaschinen umzingelt werden!

Wehrt euch mit uns! Schließt euch uns an!
Es kann doch nicht sein, dass ein ganzes Tal mit seinen Dörfern für den Profit einiger Personen ein komplett neues und ungewolltes Lebensumfeld erhalten soll.

Windkraftfirmen präsentieren ihre Vorhaben mit Visualisierung

Auf der Infoveranstaltung von SL Windenergie und Ostwind (Planungen für Windindustrieparks im Bereich „Richtung NATO“, etc) in der Schützenhalle Serkenrode am Donnerstag, 17.05.18 wurden deren Pläne vorgestellt.

Anschließend konnte auf der Internetseite der Firma Stawag, die die Planungen mit dem Bau des Windindustrieparks im Waldgebiet „Richtung Weuspert“ etc. vorantreibt, deren Vorstellungen, wie es mal bei uns aussehen soll, angesehen werden.

Hier der Link zur Stawag Website:

https://www.stawag-energie.de/projekte/projekt-windpark-frettertal/

Und hier der direkte Link zu den Visualisierungen:

https://www.stawag-energie.de/fileadmin/energie/content/Dokumente/WP_Frettertal/20180214_STAWAG_Finnentrop-Frettertal_Visualisierungen.pdf

 

 

Anmerkung:
Bitte nehmt euch mal die Zeit, die Visualisierungen anzusehen und durchaus auch kritisch zu betrachten. Da wird z.B. vom Parkplatz Birkenhahn auf einer Fotomontage durch Laubgehölz im Vordergrund fotografiert, sodass der Blick auf die riesige geplante Anlage dahinter verborgen bleibt. Jeder, der schonmal auf dem Parkplatz Birkenhahn gewesen ist, kann erahnen, wie gewaltig diese Anlage tatsächlich zu sehen ist, wenn man nur ein paar Schritte weiter links stehen würde.

Kabinett verabschiedet Novelle des Windenergie-Erlass

08.05.2018 Kabinett verabschiedet Novelle des Windenergie-Erlass

Minister Pinkwart: Wir stärken die kommunale Planungshoheit und sichern einen angemessenen Anwohner-, Landschafts- und Naturschutz

Die Landesregierung hat die Novelle des Windenergie-Erlasses beschlossen. Zuvor hatte das Wirtschafts- und Energieministerium Fachbehörden, Landesbetriebe und Verbände angehört und ihre umfassenden Stellungnahmen ausgewertet.

……..

Die Landesregierung will mit dem Erlass die Kommunen in ihrer Planungshoheit unterstützen: Er zeigt auf, wie sie der Umzingelung von Siedlungen vorbeugen können. Die Novelle stärkt auch den Landschaftsschutz und belässt den unteren Naturschutzbehörden der Landkreise mehr Spielraum als bisher. Im Hinblick auf einen Abstand von 1.500 Meter zu reinen Wohngebieten wurde ein Fallbeispiel aufgenommen, das zeigt, welche Lärmschutzanforderungen an einen Windpark durchschnittlicher Größe zu stellen sind. Zudem erfolgt der Hinweis auf die geplante Änderung des LEP mit einem Grundsatz für einen planerischen Mindestabstand zu reinen Wohngebieten von 1.500 Meter.

Der „Erlass zur Änderung des Erlasses für die Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen und Hinweise für die Zielsetzung und Anwendung (Windenergie-Erlass)“ wird in Kürze im Ministerialblatt des Landes Nordrhein-Westfalen veröffentlicht und tritt damit in Kraft.

Hier gehts zur vollständigen Pressemitteilung

Windkraft im Wald

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11.11.2017 Windkraft entzweit Waldbesitzer – Handelsblatt

Ein Brief offenbart die Zerrissenheit der Windbranche: 23 Waldbesitzer raten in dem Schreiben davon ab, Windräder zu bauen. Den Appell haben auch Prominente Waldbesitzer wie Enoch Freiherr zu Guttenberg unterzeichnet.

Hier ist der Brief vom 06.11.2017 zum Nachlesen verlinkt:

Goldgrube Windkraftanlage?
Eine Schrift zur Aufklärung von Waldbesitzern für Waldbesitzer über wichtige Zusammenhänge der Ökostromförderung, die jeder von uns kennen sollte..

 

03.11.2017 Wald geht vor Windkraft – Saarbrückener Zeitung, neues Landeswaldgesetz für das Saarland

Wald und Windkraftanlagen – passt das zusammen? Nur bedingt. Auch wenn gefühlt Windräder wie Pilze aus dem Boden schießen, so einfach ist das Genehmigungsverfahren dafür nicht. Im Gegenteil. Seit dem 5. Oktober dieses Jahres ist es sogar noch schwieriger geworden, denn zu diesem Datum trat eine Änderung des Landeswaldgesetzes in Kraft, die den Bau neuer Windkraftanlagen künftig erschwert. (betrifft allerdings das SAARLAND!)

08.07.2017 www.gegenwind-suedwestfalen.de – Geopferte Landschaften

 

12.01.2016 Windkraft im Wald, mehr Schaden als Nutzen

Die Windkraft ist ein wichtiger Baustein der Energiewende. Doch ihr Ausbau darf nicht weiter auf Kosten von Natur- und Artenschutz gehen, fordert Daniel Lingenhöhl.

 

Landesforstgesetz NRW

Windenergie im Wald NRW, www.fachagentur-wind.de

Artenschutz: Schwarzstorch, Fledermaus, Rotmilan

 

 

23.02.2018

http://www.azonline.de/NRW/3193915-Prozesse-Gericht-entzieht-Sauerlaender-Windpark-Genehmigung

 

 

Deutsche Wildtierstiftung – Artenschutz und Windenergie

http://www.fauna-flora-habitatrichtlinie.de/

 

Fledermaus / Fledermaustunnel

http://www.fledermausschutz.de/category/windenergie/

 

Schwarzstorch

 

https://www.finnentrop.de/Umwelt-Klimaschutz/Natur-Umwelt/Flora-und-Fauna/V%C3%B6gel/Schwarzstorch

Rotmilan

Rotmilan wichtiger als Windpark – OVG Lüneburg 12 LA 39/17